Schnauzenschmaus

Ernährung bei hyperaktiven Hunden

Da sticht der Hafer.“ Eine klassische Aussage bei energiegeladenen Pferden im Reitsport. Und auch bei unseren Hunden passt es ganz gut. Denn eine angepasste Ernährung bei hyperaktiven Hunden kann einen positiven Einfluss auf das Energielevel deines Hundes zeigen.

In unserem Beitrag heute, zeigen wir dir, woran du erkennst, ob dein Hund zu sehr aktiv ist und welche Auswirkungen dies auf euer Zusammenleben hat. Außerdem erklären wir, welchen Einfluss das Thema Ernährung auf das Energielevel unserer Hunde haben kann und zeigen dir worauf du bei der Futterwahl bei einem hyperaktiven Hund achten solltest.

Inhaltsverzeichnis

Wann ist ein Hund hyperaktiv

Jack Russell Terrier spielt

Jeder Welpenbesitzer kennt das. Die fünf Minuten, in denen der Nachwuchs einmal völlig abdreht und kaum ansprechbar ist. Das ist nicht gleich eine Hyperaktivität. Aber vor allem bei Hunden, als auch bei einigen Hunderassen, die für ihre Energie bekannt sind, wie zum Beispiel dem Husky, kann eine Art Hyperaktivität das Leben schwer machen. Und das nicht nur für dich als Besitzer, sondern auch für deinen Hund selbst.

Hyperaktivität bedeutet, dass zu viel Energie im Tier selbst steckt und es nicht wirklich eine Möglichkeit hat, diese anders als über Aktivität abzubauen. Dazu gehören dann Umherrennen, exzessives Kauen auf Objekten, aber auch eine Konzentrationsschwäche, mit der wir als Besitzer kämpfen. Für unseren Hund ist es aber genauso schwer, sich hier zu beherrschen, und es ist die Aufgabe von uns Hundebesitzern, unseren Hunden hier bei Energieabbau zu helfen.

Welche Hunde neigen zur Hyperaktivität

Die Neigung zur Hyperaktivität wird unseren Hunden oft schon in die Wiege gelegt, denn sie sind z.B. durch ihren rassetypischen Einsatz genetisch dazu veranlagt, Leistung zu erbringen. Hierzu gehören die Arbeits- und Hütehunde von Collie, Australian Shepherd und Malinois, bis hin zu Schäferhund und Jack Russell Terrier. Und natürlich gehören auch die Jagdrassen wie Setter, Pointer, Dackel oder Spaniels zu den energetischen Hunderassen. Auch, wenn man beim Labrador und Golden Retriever nicht damit rechnen mag. Diese Rassen sind aber auch Arbeitstiere und wollen gerne gefordert werden. Übrigens ist dies wunderbar, um der doch rassetypischen Tendenz zur Gewichtszunahme entgegenzuwirken.

Nicht zu vergessen: Viele frische Welpenbesitzer haben oft das Gefühl, dass sie ein kleines Energiebündel daheim haben. Und das ist bei Welpen recht normal, denn für sie ist alles neu und damit gibt es tausende Reize zu erleben. Vor allem hier spielen aber oft energiegeladene Futter mit hinein, die die Aufmerksamkeit und die Lernfähigkeit deines Welpen erschweren können.

Wie kann ich einem hyperaktiven Hund helfen?

Wenn der Hund zu viel angestaute Energie hat, sollten wir als Besitzer unserem Hund beim Abbauen helfen. Der erste Gedanke ist hierbei die Energie nach vorne, und das hilft vor allem bei ausgewachsenen Hunden super. Auch eine Auslastung über ein gemeinsames Spiel oder Denkspiele, wie einen Schnüffelteppich oder Intelligenzspielzeuge kann hier helfen.

Vorsicht ist bei Welpen walten zu lassen. Hier muss unterschieden werden zwischen einem Energieüberschuss und einer Überreizung. Auf Welpen prasseln tagtäglich tausende Eindrücke ein, die sie verarbeiten müssen. Wenn dies zu viel ist und die für einen Welpen notwendigen Ruhepausen fehlen, kann eine Unruhe beim Welpen entstehen, die aus der Überreizung kommt. Hier ist es wichtig, dass wir unserem Welpen dabei helfen, bewusst zur Ruhe zu kommen, damit er die aufgenommenen Eindrücke der letzten Stunden verarbeiten kann.

Hund Wasserspielzeug

Wie hängt die Ernährung mit dem Energielevel zusammen?

Die Ernährung ist der Treibstoff des Körpers, und so zeigt es sich eben auch. Wenn die Ernährung mit Lebensmitteln bestückt ist, die ein hohes Energielevel liefern, dann zeigt sich das auch ganz häufig im Alltag. Bei den Energielieferern im Futter kann man langfristige und kurzfristige Energiequellen unterscheiden

Grundsätzlich ist zu beachten: Man kann nun nicht erwarten, dass man bei einem Futter mit weniger schneller Energie einen super ruhigen Hund hat, wenn die Rasse genetisch eben etwas anderes sagt. Vor allem das Thema Ruhe im Kopf, also die Konzentrationsfähigkeit, kann hier aber positiv beeinflusst werden.

Langfristige Energiequellen im Futter

Der Hund ist ein Fleischfresser, und damit ein hauptsächlicher Fett- und Proteinverdauer, und dies passt auch zu seiner Alltagsenergie. Hunde beziehen langfristige Energie aus ihrem Futter in Form von Fleisch und wertvollen Innereien. Diese geben dem Hund über den Tag Energie, die er nach Bedarf abrufen kann, wenn er Leistung benötigt.

Wenn es also um Sportarten beim Hund geht, die langfristige Leistung benötigen, wie bei Hütehunden, langen Läufen oder dem Wandern, dann sind Futterergänzungen mit fettbasierten Lebensmitteln ideal für deinen Hund

Husky Schlittenrennen

Kurzfristige Energiequellen im Futter

Agility Futter für aktive Hunde

Schnelle Energie ist es, die dafür sorgen kann, dass dein Hund in Richtung Hyperaktivität läuft, wenn er zu viel Energie in der Nahrung aufnimmt, die gerne zeitnah verarbeitet werden möchte. Hierzu gehören vor allem Getreidesorten, aber auch Gemüse, die viele Kohlenhydrate besitzen, die leicht zu Zuckerformen im Körper umgewandelt werden können, wie zum Beispiel Zuckerrüben oder (Süß-)Kartoffeln.

Diese Inhaltsstoffe können übrigens vor allem bei gewissen Sportarten wirklich hilfreich sein. Immer dort, wo über relativ kurze Zeit viel Energie verbraucht wird, wie zum Beispiel bei Agility, Rennsportarten und Trickshows.

Wie die Ernährung bei hyperaktiven Hunden angepasst werden sollte

Wenn du das Gefühl hast, dass dein Hund zur Hyperaktivität neigt, oder einfach sicher gehen möchtest, dass dein Futter deinen Hund nicht noch aufdreht, dann lohnt ein Blick auf die Zusammensetzung deines Futters. Und ganz wichtig: Auch bei deinen Snacks und Leckerlis, die es im Alltag gibt.

Achte auf einen hohen tierischen Anteil mit einer ausgewogenen Menge Fleischanteil im Futter. Der Anteil an Getreide sollte immer in einem geringen Rahmen sein und damit niemals vor dem Fleischanteil in der Zusammensetzung stehen. Gleiches gilt für die energieliefernden Gemüsesorten.

Ein pauschales Ausschließen dieser Gemüsesorten und Getreide ist grundsätzlich aber nicht notwendig. Beobachte dein Tier, schaue auf sein Verhalten, und wenn du das Gefühl hast, dass es auch deinem Hund schwerfällt, sich über längere Zeit zu konzentrieren oder zur Ruhe zu kommen, dann kann ein Hinterfragen der Futterzusammensetzung hinsichtlich der Energie Sinn machen.

Gerne unterstützen wir von Schnauzenschmaus dich hierbei und schauen uns zusammen deinen Hund und auch dein Futter an, um herauszufinden, inwieweit hier eine Ursache im Futter bestehen könnte, bevor du einen Wechsel im Futter angehst. So ersparen wir deinem Hund einen Futterwechsel, wenn er vielleicht gar nicht notwendig ist.

Wir von Schnauzenschmaus bieten dir und deiner Fellnase eine kostenlose Futterberatung an, die dabei hilft, die passende Ernährung für den eigenen Hund zu finden. Ziel ist es, den Hund ausgewogen, gesund und artgerecht zu ernähren, ohne unnötige Zusätze und mit Blick auf sein Wohlbefinden.

Futterberatung mit Bruno

Noch ein Hinweis zum Welpenfutter: In vielen Welpenfuttern, finden sich Inhaltsstoffe, die Energie geben, wie zum Beispiel Mais oder Kartoffeln. Dies hat auch einen Sinn, denn Welpen stehen im Wachstum und benötigen damit mehr Energie als ein erwachsener Hund. Hier muss von Welpe zu Welpe geschaut werden, wie das Wachstum und das Energielevel hier zusammenarbeiten. Vor allem bei energiegeladenen Rassen kann hier ein Wechsel in ein Futter ohne solche Inhaltsstoffe, aber stattdessen mit einer höheren Futtermenge, um den Energiebedarf zu decken, sinnvoll sein. Aber auch hier gilt wieder: Eine pauschale Entscheidung ist hier nicht machbar. Es muss immer individuell bei einem Tier geschaut werden, ob es notwendig ist bzw. Sinn macht.

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