Die Wasserrute entsteht in den meisten Fällen durch eine Kombination aus Überlastung und äußeren Einflüssen, die den Ruten- und Lendenbereich des Hundes stark beanspruchen. Ein sehr häufiger Auslöser ist intensives oder langes Schwimmen. Besonders wenn Hunde viel und aktiv im Wasser arbeiten – zum Beispiel beim Apportieren oder Toben – wird die Muskulatur im hinteren Körperbereich stark beansprucht. Kommt dann noch kaltes Wasser hinzu, steigt das Risiko zusätzlich.
Auch niedrige Temperaturen in Verbindung mit Nässe können eine Rolle spielen. Wenn der Hund nach dem Schwimmen nicht ausreichend abtrocknet oder längere Zeit nass und kühl unterwegs ist, kann dies die Muskulatur zusätzlich belasten und die Durchblutung im Rutenbereich beeinträchtigen. Hier kann es helfen, den Hund abzutrocknen oder das Schwimmen auf das Ende der Gassirunde zu verlegen.
Eine weitere Ursache kann eine ungewohnte körperliche Anstrengung sein – insbesondere bei Aktivitäten im Bereich der Rute, die bei vielen Bewegungen stark mitarbeitet. Auch lange Transportwege oder ungewohnte Körperhaltungen, zum Beispiel im Auto oder in engen Boxen, werden in einigen Fällen als mögliche Auslöser beschrieben.
Wichtig ist jedoch: Nicht jeder Hund, der schwimmt oder sich körperlich stark betätigt, entwickelt automatisch eine Wasserrute. Oft handelt es sich um eine individuelle Reaktion des Körpers auf eine Mischung aus Belastung, Kälte und Muskelermüdung. Die Wasserrute ist daher weniger eine einzelne Ursache, sondern vielmehr ein Zusammenspiel verschiedener Faktoren, die den Rutenbereich überlasten können.