Schnauzenschmaus

Notfallhilfe bei Durchfall beim Hund

Wenn es plötzlich Durchfall beim eigenen und gibt, ist die Sorge oft groß, vor allem wenn der Stuhl nicht nur weich, sondern gleich flüssig ist. Tatsächlich kommt Durchfall beim Hund häufig vor und ist meistens kein Grund zur Panik. Trotzdem solltest du genau hinschauen: Wie lange dauert er schon an, gibt es weitere Symptome, und was hat dein Hund zuletzt gefressen?

Auch wenn der Durchfall häufiger vorkommt, sollte man sich das genauere ansehen. Denn all dies hilft dir dabei, richtig einzuschätzen, ob du selbst helfen kannst oder ob ein Tierarztbesuch nötig ist. Wir zeigen dir in unserem heutigen Blogbeitrag, worauf es ankommt.

Inhaltsverzeichnis

Häufige Ursachen für Durchfall

Durchfall hat meist eine von drei Ursachen: eine Unverträglichkeit oder Allergie, eine Infektion durch Parasiten, Bakterien oder Viren, oder aber ein plötzlicher Futterwechsel. Aber auch verdorbene oder ungeeignete Lebensmittel wie Milch, oder Stress können den Darm aus dem Gleichgewicht bringen und damit für Durchfall sorgen.

Wichtig zu wissen: Eine Futterumstellung kann leicht zu weicherem Kot führen, ohne dass es zwangsläufig mit dem Futter an sich in Verbindung stehen muss. Der Magen und Darm unserer Hunde sind bei weitem empfindlicher, als wir oft annehmen, denn unsere Hunde sind wirkliche Gewohnheitstiere.

Echter, wässriger Durchfall über mehrere Tage ist dagegen kein gutes Zeichen und kann auf eine Unverträglichkeit oder starke Reizung des Magens und Darms durch die Veränderung an sich hindeuten.

Bakterien oder falsche Dinge, wie Pflanzen oder Pilze sind schnell aufgenommen und können vor allem sensibleren oder jungen Hunden schnell auf den Magen schlagen. Vor allem Durchfall bei Welpen ist keine Seltenheit. Der Magen- und Darmtrakt von Welpen ist noch sehr empfindlich und wird daher sehr schnell gerezit.

Hund im Bett - Ruhezone für den Hund ; Durchfall beim Hund

Diese Anzeichen solltest du ernst nehmen

Nicht jeder Durchfall ist gleich, und vor allem bei jungen, älteren und sensiblen Hunden sollte bei Durchfall immer genau der Verkauf im Blick behalten werden. Achte daher besonders auf folgende Warnsignale:

  • Durchfall dauert länger als 48 Stunden
  • Blut im Kot (hellrot oder schwarz/teerartig)
  • Fieber (über 39,2 °C)
  • Erbrechen kommt zusätzlich dazu
  • Dein Hund wirkt schlapp, apathisch oder verweigert das Trinken

Bei einem oder mehreren dieser Symptome solltest du zeitnah einen Tierarzt aufsuchen. Auch die Farbe des Kots gibt Hinweise: Wenn Blut im Stuhl ist, sollte immer besondere Vorsicht gegeben sein. Wenn der Durchfall hingegen eher gelblich ist, kann dies ebenfalls auf eine ernste Ursache hindeuten und der Weg zum Tierarzt ist klar anzuraten. Schleimiger Kot kann in leichter Form erst mal unauffällig sein, zeigt jedoch, dass meist im Dickdarm ein Problem herrscht.

Welpen und Senioren brauchen besondere Vorsicht

Welpe schläft

Bei Welpen und alten Hunden ist Vorsicht doppelt wichtig. Sie trocknen durch den Flüssigkeitsverlust deutlich schneller aus als ein gesunder, erwachsener Hund. Hält der Durchfall bei einem Welpen länger als 12–24 Stunden an, gehört er sofort zum Tierarzt. Auch Unterzuckerung ist bei jungen Hunden ein echtes Risiko – Welpen sollten bei Durchfall daher nicht fasten, sondern lieber eine leichte Schonkost bekommen.

Bei Welpen kann auch leicht blutiger Durchfall leicht passieren, wenn durch die Reizung des Darms eines der feinen Blutgefäße im Magen oder Darm platzt. Trotzdem solle in so einem Fall genau aufgepasst und sofort eine Tierart aufgesucht werden, falls der Hund plötzlich schlapp oder apathisch wirkt.

So hilfst du deinem Hund bei leichtem Durchfall

Hat dein erwachsener, ansonsten fitter Hund nur leichten Durchfall, kannst du selbst gut unterstützen. Einen Tag fasten oder eine leicht verdauliche Schonkost in kleinen Portionen über den Tag verteilt, sind hier gute Möglichkeiten, Magen und Darm schnell zu helfen. Für eine Schonkostmahlzeit eignen sich Reis und gekochtes Hühnchen sehr gut. Oft lässt sich Durchfall hiermit schnell in den Griff bekommen, sodass nach ein bis zwei Tagen wieder zu normalem Futter gewechselt werden kann.

Bei stärkerem Durchfall empfiehlt sich die Morosche Karottensuppe, die Keime im Darm bindet und gleichzeitig eine beruhigende Wirkung auf Magen und Darm hat. Die Morosche Karottensuppe lässt sich ideal mit der Schonkostfütterung kombinieren. Hierzu bei Durchfall am ersten Tag das Futter komplett durch die Morosche Karottensuppe austauschen und dann an Tag zwei zur Hälfte Morosche Karottensuppe und Schonkost füttern. Wenn der Durchfall sich dann beruhigt hat, kann langsam wieder zum normalen Futter zurückgewechselt werden.

Was genau die Morosche Karottensuppe ist und wie du sie ganz leicht herstellen kannst, kannst du in unserem Blogbeitrag „Karotte als Booster“ nachlesen und das Rezept auch direkt nachmachen.

Achte während einer Durchfallphase unbedingt darauf, dass dein Hund ausreichend Wasser trinkt. Bei stärkerem Flüssigkeitsverlust können Elektrolytlösungen sinnvoll sein.

Wenn Durchfall öfter zurückkommt

Tritt Durchfall bei deinem Hund immer wieder auf, ohne dass eine eindeutige Ursache erkennbar ist, sollte immer eine Kotuntersuchung gemacht werden, um einen Wurmbefall auszuschließen, denn dieser kann ebenfalls für Durchfall sorgen.

Weiterhin lohnt sich bei regelmäßigem Durchfall beim Hund auch ein genauerer Blick auf das Futter. Häufig stecken minderwertige Inhaltsstoffe, versteckte Allergene oder eine schlechte Verträglichkeit der Zusammensetzung dahinter.

Bei wiederkehrenden Beschwerden ist es sinnvoll, das Futter systematisch zu prüfen – manchmal hilft schon die Umstellung auf eine hochwertige, leicht verdauliche Rezeptur mit klaren, nachvollziehbaren Zutaten. 

Wenn du unsicher bist, ob das Futter deines Hundes der Auslöser für wiederkehrende Verdauungsprobleme ist, schauen wir gemeinsam mit dir drauf.

Durchfall muss nicht gleich ein Notfallsignal sein

Nicht jeder Durchfall ist gleich ein Notfall, ebenso wie nicht jedes Niesen bei uns gleich eine Erkältung ist. Trotzdem sollten solche Zeichen nicht unbeachtet bleiben. Dein Hund kann dir nicht sagen, was ihm fehlt – aber sein Körper sendet Signale, die wir sehen und verstehen müssen. Beobachte, dokumentiere, und vertraue deinem Gefühl, wenn etwas nicht stimmt. Im Zweifel ist ein Anruf beim Tierarzt immer die sicherere Entscheidung als zu warten.

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