Schnauzenschmaus

Der Berner Sennenhund - sanfte Riesen im Fokus

Der Berner Sennenhund – mit seinem ruhigen Wesen, seinem freundlichen Blick und seiner engen Bindung an den Menschen begeistert er Familien, Hundeliebhaber und Hundehalter auf der ganzen Welt. Der sanfte Charakter und gelassene Art lassen den Berner Sennenhund auf viele Menschen wie den perfekten Familienhund wirken – gleichzeitig bringt er jedoch auch besondere Bedürfnisse mit sich, die man vor der Anschaffung nicht unterschätzen sollte. Denn hinter dem flauschigen Fell und der freundlichen Ausstrahlung steckt ein sensibler und intelligenter Hund, der eine passende Ernährung, ausreichend Ruhe und eine gute Begleitung im Alltag benötigt.

In diesem Beitrag schauen wir uns an, was den Berner Sennenhund ausmacht, für wen diese Rasse geeignet ist und worauf man im Alltag, bei der Erziehung und auch bei der Gesundheit besonders achten sollte.

Inhaltsverzeichnis

Herkunft & Geschichte

Bernersennen

Der Berner Sennenhund stammt ursprünglich aus der Schweiz und gehört zu den sogenannten Schweizer Sennenhunden. Besonders verbreitet war er früher im Kanton Bern, woher auch sein heutiger Name stammt. Ursprünglich wurde der Berner Sennenhund als vielseitiger Wach-, Treib- und Zughund auf Bauernhöfen eingesetzt und als „Dürrbächler“ bekannt.

Durch eine gezielte Zucht ab 1907 wurde die Rasse vor dem Aussterben bewahrt und 1908 offiziell in „Berner Sennenhund“ umbenannt. Im Laufe der Zeit wandelte sich die Rolle der Rasse immer stärker vom klassischen Arbeitshund hin zum Familien- und Begleithund.

Seine freundliche Art und seine enge Bindung an den Menschen machten ihn in vielen Familien beliebt. Trotzdem tragen viele Berner Sennenhunde ihre ursprünglichen Eigenschaften bis Heute mit sich: Sie möchten gerne Teil ihres sozialen Umfeldes sein, arbeiten eng mit ihren Menschen zusammen und brauchen eine stabile und verlässliche Führung.

Charakter & Wesen

Im Vergleich zu manch anderen großen Hunderassen wirken Berner Sennenhunde oft gelassener und weniger hektisch. Dennoch sollte man diese Ruhe nicht mit „anspruchslos“ verwechseln. Denn trotz ihres sanften Wesens sind Berner intelligente und vor allem sensible Hunde, die ihre Umwelt sehr genau wahrnehmen. Hier ist eine harsche Erziehung, Druck oder eine ständige Unruhe im Alltag nicht angemessen und verunsichern einen Berner eher.

Auch ihr ursprünglicher Wach- und Schutzinstinkt ist teilweise noch vorhanden. Viele Berner Sennenhunde beobachten ihrer Umgebung aufmerksam und melden Besucher oder ungewöhnliche Situationen zuverlässig an, ohne dabei grundsätzlich aggressiv zu sein. Im Umgang mit Kindern zeigen sich viele Hunde dieser Rasse freundlich und geduldig.

Trotzdem gilt auch hier, wie bei jedem anderen Hund: Kinder und Hunde niemals unbeaufsichtigt zusammen lassen und beide Seiten müssen einen respektvollen Umgang miteinander lernen.

Für wen eignet sich ein Berner Sennenhund?

Der Berner Sennenhund eignet sich vor allem für Menschen, die sich einen engen Begleiter im Alltag wünschen und bereit sind, sich intensiv mit den Bedürfnissen eines großen und gleichzeitig sensiblen Hundes auseinanderzusetzen. Viele Berner Sennenhunde genießen den engen Kontakt zu ihren Menschen und fühlen sich besonders wohl, wenn sie aktiv am Familienleben teilnehmen dürfen. Trotzdem sollte man sich bewusst sein, dass ein Berner Sennenhund kein einfacher Mitläufer ist. 

Allein seine Größe bringt Verantwortung im Alltag und in der Erziehung mit sich. Die Rüden können eine Größe von 64 – 70 cm Schulterhöhe und ein Gewicht von 45 – 55 Kg erreichen, während die Weibchen eine Größe von 58 – 66 cm Schulterhöhe erreichen und ein Gewicht von 35 – 45 Kg haben. Ein Hund mit diesem Gewicht und dieser Kraft kann schwer zu händeln sein. Berner Sennenhunde sind große, schwere Hunde und reagieren empfindlicher auf Hitze oder starke körperliche Belastung als viele andere Rassen.

Ein Alltag mit ausreichender Ruhe, einer angepassten Bewegung und einer typischen Beschäftigung für diese Rasse ist deshalb besonders wichtig. Wer sich also einen sportlichen Hund wünscht, mit dem er Joggen gehen kann oder im Sommer Wandern geht, wird mit dem Berner nicht die passende Rasse finden. Sie lieben aber trotzdem gemeinsame Spaziergänge, eine moderate Beschäftigung und vor allem die Nähe zu ihren Menschen.

Für Menschen, die einen loyalen, sensiblen und ruhigen Familienhund suchen und bereit sind, Verantwortung für einen großen Hund zu übernehmen, kann der Berner Sennenhund jedoch ein wunderbarer Begleiter sein.

Berner Sennen

Erziehung & Training

Der Berner Sennenhund gilt grundsätzlich als lernwilliger und menschenbezogener Hund. Gerade durch seine enge Bindung an seine Bezugspersonen arbeitet er oft gerne mit seinem Menschen zusammen. Trotzdem braucht auch ein Berner Sennenhund eine klare, faire und vor allem ruhige Erziehung. Sie reagieren stark auf Stimmung, Druck oder Hektik. Harte Erziehungsmethoden führen häufig eher zu Unsicherheit. Mit einem ruhigen und strukturierten Trainingsaufbau, bei dem der Hund Orientierung und Sicherheit bekommt, kommt man eher ans Ziel.

Gerade aufgrund der Größe und dem Gewicht sollte früh auf Alltagsthemen geachtet werden wie:

  • ruhiges Laufen an der Leine
  • kontrollierte Begrüßungen von anderen Hunden und Menschen
  • Training der Frustrationstoleranz
  • Ruhetraining
  • und ein entspannter Umgang mit Umweltreizen

Denn auch ein freundlicher und meist ruhiger Hund kann im Alltag schnell herausfordernd werden, wenn wichtige Grundlagen fehlen. Gerade bei dem Thema Alleine bleiben müssen Berner Sennenhunde Halter besonders aufpassen, denn durch ihren starken Bezug zu den Menschen fällt es vielen Bernern oft schwer, räumliche Trennung auszuhalten.

Wenn der Hund anfängt seinen Menschen im Haus zu verfolgen, er ständig die Nähe zu ihm sucht oder schnell gestresst reagiert, wenn der Mensch einen Raum verlässt, sollte hier schnellstmöglich reagiert werden. Gerade sensible Hunde wie der Berner Sennenhund benötigen häufig deutlich mehr Zeit, um zu lernen, dass Alleinsein nichts Bedrohliches ist.

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Alltag & Beschäftigung mit einem Berner Sennenhund

Bernersennenhund

Der Berner Sennenhund ist kein Hund, der rund um die Uhr beschäftigt oder körperlich ausgelastet werden möchte. Auch wenn er ursprünglich als Arbeitshund eingesetzt wurde, steht bei vielen Vertretern der Rasse heute vor allem die enge Bindung zum Menschen im Vordergrund. Sie freuen sich über einen ruhigen und strukturierten Alltag mit ihren Menschen. Trotzdem benötigen auch sie eine sinnvolle Beschäftigung – sowohl körperlich als auch mental. 

Gerade junge Hund werden durch zu viel Bewegung oder ein dauerhaftes „Auspowern“ oft eher unruhiger statt entspannter. Wichtig zu wissen ist: große und schwere Hunde reifen körperlich langsamer, wodurch ihre Gelenke nicht überlastet werden sollten – ein Berner Sennenhund ist erst mit ca. 24 Monaten ausgewachsen.

Auch das Thema Hitze sollte im Alltag nicht unterschätzt werden, denn durch ihr dichtes Fell und ihre Körpergröße kommen sie bei hohen Temperaturen schneller an ihre Grenzen. Spaziergänge und Aktivitäten sollten deshalb besonders im Sommer an die Temperaturen angepasst werden.

Insbesondere brauchen Berner Sennenhunde keinen Alltag voller Action, sondern vielmehr Menschen, die ihnen Sicherheit, Nähe, sinnvolle Beschäftigungen und ausreichend Ruhe bieten können.

Fellpflege & gesundheitliche Besonderheiten

Der Berner Sennenhund hat durch seine Größe, sein dichtes Fell und seine genetischen Veranlagungen einige Besonderheiten, die im Alltag nicht unterschätzt werden sollten. Besonders ist natürlich das lange und dichte Fell der Rasse, denn es schützt den Hund vor Kälte und Wetter, bringt aber gleichzeitig auch einen gewissen Pflegeaufwand mit sich. Gerade im Fellwechsel verlieren sie große Mengen an Unterwolle und sollten regelmäßig gebürstet werden, damit das Fell nicht verfilzt und die Haut belüftet wird.

Wird die Fellpflege vernachlässigt, kann das die Haut zusätzlich belasten – empfindlich sind hier vor allem die Stellen an Beinen, hinter den Ohren oder auch im Brustbereich: Hier können Hautreizungen, Hot Spots oder entzündliche Stellen durch Feuchtigkeit, mangelnde Belüftung des Fells, Allergien oder auch eine unausgewogene Ernährung entstehen. Neben den Haut- und Fellthemen bringt der Berner Sennenhund leider auch andere gesundheitliche Themen mit und gehört zu den gesundheitlich anfälligeren Hunderassen.

Sie neigen unteranderem zu:

  • Hüftdysplasie (HD)
  • Ellenbogendysplasie (ED)
  • Gelenkproblemen
  • Übergewicht
  • sowie verschiedenen orthopädischen Belastungen

Auch ihre vergleichsweise geringe Lebenserwartung von 6 – 9 Jahren und die erhöhte Anfälligkeit für bestimmte Krebserkrankungen sind Themen, über die man sich vor der Anschaffung informieren sollte.

Ernährung & Übergewicht

Da der Berner Sennenhund zu Übergewicht neigt, spielt die Ernährung eine besonders wichtige Rolle. Denn durch seine Größe und sein Körpergewicht wirken sich bereits wenige zusätzliche Kilos deutlich auf seine Gelenke, Knochen und den gesamten Bewegungsapparat aus. Viele Berner wirken durch ihr Fell kräftiger, als sie tatsächlich sind, wodurch ein beginnendes Übergewicht oft erst spät auffällt. Wichtig ist deshalb eine ausgewogene und hochwertige Ernährung, die den Hund mit allem wichtigen versorgt, ohne ihn dauerhaft zu überfüttern.

Besonders im Wachstum sollte darauf geachtet werden, den jungen Hund nicht zu schnell wachsen zu lassen oder körperlich zu überlasten. Die Qualität des Futters spielt eine große Rolle, denn eine gute Versorgung mit allen wichtigen Nährstoffen hilft dem Organismus, den Gelenken, dem Fell und der allgemeinen Gesundheit des Hundes. 

Da jeder Hund seine individuellen Bedürfnisse mitbringt, bieten wir von Schnauzenschmaus eine persönliche Futterberatung an. Gemeinsam schauen wir uns an, welches Futter und welche Fütterungsmenge zu deinem Hund und eurem Alltag passt – abgestimmt auf Alter, Aktivität und Gesundheit deines Hundes.

Bernen Sennen sitz
Futterberatung bei Katharina

Eine klare Deklaration der Zutaten und eine bewusste Auswahl der Proteinquellen können helfen, Beschwerden zu reduzieren oder ganz zu vermeiden. Da jeder Hund unterschiedlich ist und Faktoren wie Alter, Aktivitätslevel, Gesundheitszustand und eventuelle Unverträglichkeiten berücksichtigt werden sollten, kann eine individuelle Beratung sinnvoll sein.

Wir von Schnauzenschmaus bieten dir und deiner Fellnase eine kostenlose Futterberatung an, die dabei hilft, die passende Ernährung für den eigenen Hund zu finden. Ziel ist es, den Hund ausgewogen, gesund und artgerecht zu ernähren, ohne unnötige Zusätze und mit Blick auf sein Wohlbefinden.

Alles wichtige auf einen Blick:

Der Berner Sennenhund begeistert viele Menschen mit seinem freundlichen Wesen, seiner engen Bindung an die Familie und seiner ruhigen Ausstrahlung. Gleichzeitig bringt die Rasse jedoch auch besondere Anforderungen mit sich, die im Alltag nicht unterschätzt werden sollten.

Wir haben für dich die wichtigsten Punkte nochmal zusammengefasst:

  • Berner Sennenhunde sind sehr menschenbezogen und möchten eng in den Alltag eingebunden werden.
  • Das Alleinbleiben fällt vielen Hunden dieser Rasse schwer und sollte frühzeitig trainiert werden.
  • Eine ruhige, faire und strukturierte Erziehung passt meist besser zu ihrem sensiblen Wesen als Druck oder Härte.
  • Ausgewogene Beschäftigung und ausreichend Ruhe sind besonders wichtig.
  • Fellpflege und Gesundheitsvorsorge spielen aufgrund von Fellstruktur und rassetypischen Erkrankungen eine große Rolle.
  • Die Ernährung sollte bewusst angepasst werden, um Gelenke, Gewicht und allgemeine Gesundheit bestmöglich zu unterstützen.
Bernersennen leinenführigkeit

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