Schnauzenschmaus

Husky - Was du über diese besondere Rasse wissen solltest

Grauweißes Fellbild und strahlend blaue Augen. Der Husky hat ein unverkennbares Erscheinungsbild, was bei vielen Hundeliebhabern den Wunsch aufkommen lässt, sich diese besondere Fellnase nachhausezuholen. Aber ebenso kennen viele ihr besonderes Verhalten, das für die Rasse des Huskys ebenso bekannt ist, wie ihr Aussehen. Lautes Geschrei und Gequietsche, sowie die hohe Auslastungsanforderung.

Aber stimmt das denn überhaupt so? Ist die Anforderung für einen Huskybesitzer so hoch, oder kann ein Husky auch als Familienhund in einer Wohnung gehalten werden? Wir klären dich heute auf, über seine Herkunft, bis hin zu seinem Verhalten und weiteren Besonderheiten, die du über den Husky kennen solltest.

Inhaltsverzeichnis

Herkunft und Geschichte des Huskys

Der Husky, genau genommen der Siberian Husky, kommt, wie der Name verrät, aus dem nördlichen Sibirien und wurde hier ganz gezielt für diese äußeren Lebenseinflüsse gezüchtet. Unter extremen Temperaturen, war es ihre Aufgabe, leichte Lasten über weite Entfernungen zu transportieren. Schnelligkeit und Ausdauer sind ihr Spezialgebiet.

Und so kam der Husky über Alaska als neue Zuchtrasse bis in unsere Länder und erfreut sich auch hier einer großen Beliebtheit. Vor allem für Extremsportarten wie Schlittenrennen oder in unseren Temperaturregionen dem Bikejöring werden Huskys gerne genutzt, da sie hierfür die ideale Kombination von Motivation, Kraft und Ausdauer mitbringen.

Husky Schlittenrennen

Erscheinungsbild

Der Husky gehört mit einer Rückenhöhe von 50 bis 60cm zu den mittelgroßen Hunden und wiegt je nach Geschlecht zwischen 23 und 28kg. Der kompakte Körperbau und seine ausgewogenen Proportionen machen ihn wendig und leistungsstark als Arbeitstier.

Das besondere Erscheinungsbild des Huskys mit der charakteristischen Gesichtsmaske in vielen Färbungen macht den Husky leicht ausmachbar. Farblich gibt es hierbei aber von ganz weiß, über grau und braun, bis hin zu schwarz viele Farbbilder in der Rasse.

Ebenso wie die Gesichtsmaske, sind die Augen das oft beeindruckendste am Husky. Oft Blau und intensiv braun fallen direkt ins auch und auch die Kombination von einem blauen und einem braunen Auge sind nichts Ungewöhnliches in dieser Rasse.

Charakter und Wesen

Husky freilaufend

Der Husky wurde in seiner Herkunft oft nah beim Menschen gehalten, und dies spiegelt sich in seinem heutigen Wesen auch oft wider. Sanftmütigkeit und Menschenbezogenheit machen diese besondere Rasse aus. Vor allem durch seine Nähe zum Menschen bleibt der Husky nur ungern allein zurück und hat ein starkes Rudelbedürfnis.

Trotz seiner Sanftmütigkeit ist der Husky aber auch gerne sehr eigenwillig und stur, was eine gute Portion an Klarheit und Geduld bei seiner Erziehung und im Alltag mit ihm erfordert.

Ebenso gehört aber auch die starke Bewegungsfreudigkeit zu seinem Charakter und somit hat er auch eine hohe Anforderung an Auslastung und Bewegung, der er gerne nachgehen möchte.

Ist ein Husky als Familienhund geeignet?

Durch seine sanfte Art ist der Husky oft sehr kinderfreundlich, was ihn aber nicht unbedingt zum Familienhund macht. Sein hohes Maß an Bewegungs- und Arbeitsdrang muss auch befriedigt werden. Ein einfacher Hof zum Auslauf ist für den Husky nicht geeignet, da er ein Arbeits- und kein Wachhund ist. Auslastung muss hierbei im Idealfall in Kombination mit Bewegung und Kopfarbeit erfolgen. Wenn diese Auslastung erfüllt werden kann, ist der Husky aber auch als Familienhund gut geeignet.

Hingegen ist er eher weniger als Alleinhund bei arbeitenden Menschen geeignet, wenn die Anforderung an ihn ist, lange allein und ohne Beschäftigung zu bleiben. Das bekannten Quietschen, welches wir oft mit dem Husky in Verbindung bringen, kommt hier oft, durch Trennungsängste, Stress und seinem hohen Aufmerksamkeitsbedürfnis.

Gesundheitsprobleme beim Husky

Trotzdem sie gezielt als Arbeitshunde gezüchtet und vor allem extremen Wetterbedingungen gegenüber robust sind, neigt auch diese Rasse zu speziellen Gesundheitsproblemen. Hierzu gehören vor allem Hautprobleme, Hüftdysplasien, sowie Augenerkrankungen, die teils bereits in den vererbten Genen hinterlegt ist

Für den Husky einzigartig ist auch die Alaskan-Husky-Enzephalopathie, die besonders in den ersten Lebensjahren beim Husky auftreten kann. Sie ist eher selten, aber tritt nur beim Alaskan Husky auf. Die Erkrankung sorgt für Störungen im zentralen Nervensystem, was sich bereits im Welpenalter in Form von Schluckstörungen, Verhaltensänderungen, Schmerzempfindlichkeit oder auch Gangstörungen zeigen kann. Leider gibt es für diese Erkrankung keine Heilung, weshalb die Erkrankung fortlaufend immer zum Tod führt.
Glücklicherweise ist diese Erkrankung sehr selten. Vor allem kann man die genetische Veranlagung für diese Erkrankung, die vererbbar ist, mit einem genetischen Blutbild festgestellt und somit in der Zucht vorbeugend ausgeschlossen werden.

Husky

Ernährung als Unterstützung für den Husky

Da der Husky ein energetischer Hund ist und oft im Leistungssport aktiv ist, sind seine Energie und damit die Futtergrundlage ein wichtiger Baustein für eine lange Gesundheit. Hier sollte auf eine ausreichende Protein- und fettreiche Ernährung geachtet werden, um die Muskelmasse bestmöglich zu versorgen. Ein hoher Fleischanteil und vor allem wertvolle Innereien sind hierbei essenziell wichtig.

Durch den sehr aktiven Stoffwechsel benötigt der Husky oft eine höhere Futtermenge als andere Rassen in seiner Gewichtsklasse. Wichtig ist hierbei ein leicht verdauliches Futter mit einer naturbelassenen Mineralstoffquelle, da der Husky zu einem sensiblen Magen und einem Zinkmangel neigt.

Vor allem durch seine hohe Aktivität sollte beim Husky bereits im jungen, ausgewachsenen Alter der Muskel- und Gelenkapparat unterstützt werden, um Belastungserkrankungen wie Hüftdysplasien und Arthrose frühzeitig vor- und entgegenzuwirken.

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Menschenbezogene Fellnase mit hohen Anforderungen

Der Husky ist als Leistungshund gezüchtet worden und das spiegelt diese Rasse heute noch immer wieder. Wer gerne lange schläft und einen halbstündigen Spaziergang am Tag als ausreichend erachtet, sollte lieber zu einer anderen Hunderasse tendieren. Wer jedoch gerne draußen aktiv ist und vielleicht auch gerne auf dem Bike seine Runden durch den Wald zieht, der kann im Husky seinen idealen Begleiter fürs Leben finden.

Natürlich gibt es beim Husky, wie auch bei jeder anderen Hunderasse, Ausnahmen, was seine Anforderungen hinsichtlich der Bewegung angeht. Wir sollten jedoch nie vergessen, woher die Rasse, für die wir uns entscheiden, stammt, damit wir unsere Hunde wirklich langfristig glücklich machen können, nachdem wir ihnen bei uns ein Zuhause gegeben haben.

Husky mit Besitzer

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