Schnauzenschmaus

Kundenstory der Dalmatinerhündin Pheobe

Eine Hündin mit besonderen Bedürfnissen

Seit August 2024 begleite ich nun schon die Dalmatinerhündin Phobe und ihre Besitzerin Corinne auf ihrem Weg und bei allen Fragen rund ums Thema Ernährung und Gesundheit. In dieser Zeit haben wir uns oft ausgetauscht, telefoniert und viel Ereignisse und Situationen gemeinsam erlebt und bearbeitet. 

Heute möchten wir euch deshalb an Phoebes Geschichte teilhaben lassen. Denn als Dalmatiner bringt Phoebe besondere Bedürfnisse mit, auf die wir bei der Betreuung gezielt eingegangen sind, um für ein möglichst langes und gesundes Leben für Phoebe unterstützend zur Seite zu stehen.

Corinne und Phoebe

Inhaltsverzeichnis

Dalmatiner haben spezielle Bedürfnisse

Viele wissen nicht, dass manche Rassen ganz spezielle Bedürfnisse haben. Auch Dalmatiner haben dies. Dalmatiner bringen aufgrund ihrer besonderen Färbung eine Genkombination mit, die auch als Dalmatinergen oder Dalmatiner-Syndrom bezeichnet wird und damit einige gesundheitliche Krankheitsbilder mit sich bringen kann. Dieses Dalmatiner-Syndrom sorgt für einen Defekt im Harnsäurestoffwechsel, was kurz gesagt Leber und vor allem die Niere stärker belastet und somit eine stark erhöhte Gefahr für Nierenseite und andere Nierenerkrankungen mit sich bringt.

Was viele auch nicht wissen: Mit einer passend ausgerichteten Ernährung kann der Niere vorab geholfen und damit langfristig die Belastung für Leber und Niere geringgehalten werden, um eben diesen potenziellen Erkrankungen vorzubeugen.

Und über diese Möglichkeiten habe ich mit Corinne gesprochen und wir haben entsprechend gehandelt.

Phoebes Vorgeschichte

Phoebe stammt aus Norwegen und da hat Corinne sie auch bei sich aufgenommen, da sie selbst zu dieser Zeit dort lebte. „In Norwegen sieht das Thema Futter ganz anders aus. Da gab es nicht so eine große Auswahl an Marken und Sorten“, berichtete Corinne mir, als wir über die Anfangszeit nachdachten. Damit konnte sie auch gar nicht viel auswählen. Doch Phoebe ging es gut. Das kühlere Klima in Norwegen schien der Dalmatinerhündin entgegenzukommen.

Als sie dann nach Deutschland zogen, begann Corinne sich ganz gezielt mit dem Thema Ernährung für Hunde auseinanderzusetzen, und las sich auch ganz gezielt zum Thema Dalmatinerernährung ein, die, wie sie bereits wusste, speziell war.

Dann begann in Deutschland das erste Problem mit dem Erbrechen, wobei man auch sagen muss, dass das Leben in Norwegen ganz anders war als im Vergleich zu Deutschland. Dort gibt es eben keine Zecken und Würmer auf den Höhen, auf denen wir gelebt haben. Auch Luft und Wasser haben dort eine viel höhere Qualität.“ Und auch dies spielt ganz viel in die Gesundheit unserer Tiere mit hinein. Äußere Einflüsse und auch Stress durch zum Beispiel mehr Verkehr oder Menschen, können Einfluss auf die Gesundheit haben.

Das Erbrechen ging sogar so weit, dass Phoebe zu einem Zeitpunkt gesundheitlich auf der Kippe stand. Nach einer entsprechenden Schonkost mit Reis und Hühnchen, die Phoebe nur ungern annahm, hat sie vom Arzt empfohlen Royal Canin gefüttert, jedoch ohne wirkliche BesserungEtwa alle 8 Wochen hat sie Galle gespuckt. Und Kratzen war auch ein Problem, das sie mitunter hatte.

Phoebe Welpe

Wie unsere Plan für Phoebe aussah

In unserer Beratung sprachen Corinne und ich erst einmal über die Rassethematik, die Phoebe mitbrachte, und damit über das große Thema Purin. Denn genau das ist es, was Dalmatiner nicht gut verarbeiten können, und Purin steckt vor allem in Innereien. Entsprechend haben wir die Wahl des passenden Futters zu Beginn erst einmal gezielt auf diese Thematik abgestimmt und so mit dem Curadog Rotwild einen guten Start für Phoebe gelegt.

Da eine purinarme Ernährung für Dalmatiner wirklich entscheidend ist, haben wir auch direkt noch über eine mögliche weitere Anpassung der Futterzusammensetzung gesprochen, für den Fall, dass diese notwendig werden sollte. Denn nicht jeder Dalmatiner ist im gleichen Maße vom Gendeffekt betroffen. Weshalb vor allem bei dieser Rasse regelmäßige Check-ups beim Tierarzt so wichtig sind, um Probleme frühzeitig zu bemerken, falls sie auftreten.

Phoebes Veränderungen mit dem passenden Futter

Das regelmäßige Erbrechen hat sich bei Phoebe mit dem Futter langsam eingestellt und auch andere, kleinere Veränderungen zeigten sich Stück für Stück. Phoebes Fell würde weicher und war nicht mehr so fettig, wie vorher. Ihr Idealgewicht von 26kg hat Phoebe wieder erreicht und seitdem problemlos gehalten. Und auch ihr allgemeines Wohlbefinden zeigte kleine Veränderungen, wie Corinne mir immer wieder mal berichtete, wenn sie mir eines ihrer traumhaften Bilder teilte.

Sie ist ausgeglichener und entspannter, und wenn wir unterwegs sind, dann strotzt sie nur so vor Vitalität und Lebensenergie, wenn sie über die Wiese läuft oder mit anderen Hunden spielt.

Kundenfeedback Pheobe

Ein Tierarztbesuch mit Folgen

Im Mai 2025 rief Corinne mich an und berichtete, dass ihr Tierarzt bei einem Vorsorgetermin eine Diagnose für einen Nierenstein geäußert hatte. Sogleich wurde auch ein starkes Medikament zur Behandlung empfohlen, obwohl der Nierenstein aufgrund eines schon älteren Ultraschallgerätes nicht definitv ausgemacht werden konnte.

Statt dies zu kaufen, entschied Corinne sich für den Anruf bei mir. Gemeinsam sprachen wir einen klaren Plan durch und Corinne teilte mir auch eine Unsicherheit hinsichtlich der Diagnose ihres Tierarztes mit. Auch, weil Pheoebe bisher keinerlei Probleme beim Wasserlassen hatte, was bei Nierenstein ein häufiges begleitendes Symptom ist.

Unsere Handlung bei Phoebes Nierenstein-Verdacht

Wir entschlossen uns, die Thematik mit mehreren kleineren Anpassungen anzugehen. Zuallererst fokussierte Corinne sich darauf, Phoebe an jeder möglichen Stelle zum Trinken anzuregen, auch dadurch, dass sie Phoebes Futter mit Wasser vermengte, damit diese es mit dem Futter aufnahm. Die erhöhte Wasseraufnahme, verdünnt die Säure des Urins und entlastet damit die Blase und hilft beim Absetzen potenzieller Nierensteine.

Weiterhin haben wir die Aufnahme von Purin in der Ernährung von Phoebe weiter reduziert, wie wir es bereits zu Beginn unserer Zeit als Option besprochen hatten. Hierzu war es notwendig, von der eigentlichen empfohlenen Menge von 60–70 % tierischem Anteil in der Ernährung des Hundes abzuweichen und den Anteil an Gemüse, das so gut wie kein Purin enthält, zu erhöhen. Hierfür hat Corinne mit selbst gekochtem Gemüse und der Apfel-Karottensuppe von Reico gearbeitet. Ein kleiner Aufwand für uns Zweibeiner, der aber einen großen Unterschied für Phoebe gemacht hat.

Um den Verlauf der Nieren im Blick zu behalten, hat Corinne in dieser Zeit den pH-Wert von Phoebes Urin mithilfe von pH-Teststreifen regelmäßig kontrolliert. Der pH-Wert wurde sogleich noch etwas weniger sauer, wobei dieser auch zu Beginn nicht außergewöhnlich gering war. Der pH-Wert ist so entscheidend wichtig, da ein pH-Wert außerhalb des idealen Bereiches, als ein besonders saurer oder basischer Urin,  eine Entwicklung von Nierensteinen fördern kann.

Ohne Tierarzt geht es nicht

Da der Verdacht auf Nierensteine aber weiterhin bestand, war sowohl für Corinne, als auch für mich klar, dass weitere Untersuchungen beim Tierarzt notwendig waren. Da Corinne jedoch unsicher hinsichtlich der Diagnostik des aktuellen Tierarztes war, entschied sie sich für eine zweite Meinung und ging hierfür ein paar Wochen nach der Verdachtsdiagnose zu einem anderen Tierarzt. Hier wurde ein erneuter Ultraschall gemacht und der Verdacht auf Nierensteine konnte ausgeschlossen werden. Entweder hatte Phoebe sie über den Urin ausgeschieden oder der Verdacht war falsch gewesen.

Unabhängig von der Diagnostik konnte Corinne aber aufatmen. Keine Nierensteine und top Rückmeldung von der neuen Tierärztin zu Phoebes Gesundheitsstand. So sollte es sein.

Zu wissen, dass jemand da ist hilft und ich heute mehr weiß

Kundenstory Phoebe

Für diesen Beitrag haben Corinne und ich vor Kurzem noch einmal gezielt gesprochen und ich erkundigte mich bei ihr, was sich rückblickend zu damals vor ihrer Beratung bei mir geändert hat. Sie erklärte mir, dass sie sich beim Thema Futter heute sicherer fühlt, und teilte eine kleine Anekdote mit mir, von einem ihrer letzten Einkäufe. Die ich euch weitergeben möchte

„Wir waren im Edeka und ich hatte das Bedürfnis, Phoebe etwas Schönes mitzubringen, also bin ich noch einmal bei den Leckerlis abgebogen und habe mich umgesehen. Mein Partner ging schon mal zur Kasse. Als ich dann aus dem Edeka kam, sah mein Partner mich nur verwirrt an und fragte, wo ich so lange geblieben war. Ich hatte tatsächlich fast eine halbe Stunde im Hundebereich gestanden und mir die einzelnen Snacks angeschaut, die sie dort anboten. Und am Ende war ich doch mit leeren Händen herausgekommen, denn mit gutem Gewissen, konnte ich für Phoebe einfach nichts mitnehmen.

Heute sehe ich Futter einfach mit ganz anderen Augen. Ich habe viel gelernt und nehme mir jetzt lieber die Zeit, Dinge genau anzuschauen, bevor ich etwas für meinen Hund mitnehme, das nicht gut für ihn ist.

Verantwortung, Wissen und bewusste Entscheidungen:

Corinnes Anekdote mit euch zu teilen, lässt mein Herz aufgehen. Natürlich nicht, weil die meisten Snacks so ungesund sind, sondern weil mein Wunsch, Wissen zu teilen, so oft auch von meinen Kunden dankbar aufgenommen wird und somit so viel verändert. 

Denn genau das möchten wir mit unserer Beratung bei Schnauzenschmaus erreichen. Du sollst wissen, dass dort jemand ist, der sich genau mit deinem Tier und euren Bedürfnissen beschäftigt. Und du bekommst wirklich Greifbares an die Hand, damit du nicht mehr unsicher durch die Läden streifst, in der Hoffnung, das richtige Futter für deinen Hund zu finden.

Wenn es dir also noch so geht und du dich manchmal unsicher fühlst, oder eben so wie Corinne einen Hund mit besonderen Bedürfnissen hast, die einfach abgestimmt gehören, damit dein Hund bei seiner Gesundheit bestmöglich unterstützt wird, dann lass dich gerne von uns beraten. Wir unterstützen dich gerne.

Individuelle Futterberatung

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