Hunde können ganz unterschiedlich auf das Autofahren reagieren. Während manche entspannt mitfahren, zeigen andere deutliche Stresssymptome oder versuchen, die Situation komplett zu vermeiden. Das häufigste Problem, das Hundebesitzer von ihrem Hund kennen, ist Unruhe, verbunden mit starkem Hecheln und Speicheln, auch dann, wenn es nicht warm ist. Das ist ein deutliches Zeichen für Stress. Andere Hunde zeigen ihren Stress durch Fiepen, Jaulen oder Bellen während der Fahrt. Dahinter können mehrere Ursachen stecken, wie zum Beispiel Unsicherheit, Aufregung bzw. Erregung oder aber auch Überforderung mit der Situation.
Übelkeit und Erbrechen treten meist bei jungen Hunden auf (ca. zwischen 10 Wochen – 6 Monate), da der Gleichgewichtssinn noch nicht vollständig entwickelt ist. Bei älteren bzw. erwachsenen Hunden kann es helfen, ihn ca. 2-3 Stunden vor der Fahrt nicht zu füttern. Dann ist der Magen nicht ganz voll, aber das Futter auch noch nicht ganz verdaut.
Bei Anspannung und Zittern sollte man der Ursache auf den Grund gehen und eventuell das Autofahren als ganzes Thema neu aufbauen und trainieren. Man sollte beobachten, wann das Zittern anfängt, wann der Hund die ersten Stresssymptome zeigt und wie die Situation im Auto allgemein ist.
Zum Training kommt ein eigener Blogbeitrag.
Ein besonders deutliches Zeichen ist es, wenn der Hund schon auf dem Weg zum Auto in Stress und Panik verfällt. Er bleibt stehen, lehnt sich gegen den Druck vom Halsband oder Geschirr und will einfach nur raus aus der Situation.
Wichtig ist hier: Niemals den Hund in die Angst zwingen. Dann lieber das Autofahren, soweit es geht vermeiden und professionelle Hilfe von einem Hundetrainer dazuholen. Je besser man erkennt, was hinter dem Verhalten steckt, desto gezielter kann man daran arbeiten, und genau das ist der erste Schritt zu einem entspannten Autofahren.