Beim Training rund ums Autofahren gibt es einige typische Fehler, die häufig unbewusst passieren können. Gerade wenn man seinem Hund schnell helfen möchte, ist die Versuchung groß, zu viel auf einmal zu wollen. Man möchte möglichst schnell sein Ziel im Training erreichen, dass der Hund in kurzer Zeit mitfahren kann. Also wird direkt mit längeren Fahrten im Training begonnen. Für viele Hunde ist das jedoch zu viel und führt eher dazu, dass sich Stress und Unsicherheit weiter verstärken.
Ebenso problematisch ist es, den Hund in die Situation zu drängen. Wird er ins Auto gehoben oder hineingezogen, verliert er die Möglichkeit, selbst Kontrolle über die Situation zu haben. Das kann das Vertrauen zwischen Mensch und Hund zusätzlich beeinträchtigen. Ein weiterer häufiger Fehler kann sein: Stresssignale zu übersehen oder zu unterschätzen. Hecheln, Unruhe, zurückgezogene Ohren oder Rute werden oft als „nicht so schlimm“ bewertet → dabei sind genau das wichtige Hinweise des Hundes, dass er sich unwohl fühlt.
Auch unregelmäßiges oder inkonsequentes Training kann den Fortschritt erschweren. Wenn der Hund zwischendurch immer wieder mit Situationen überfordert wird, zum Beispiel durch notwendige längere Fahrten ohne Vorbereitung, kann das zu einem Rückschritt im Training führen.
Nicht zuletzt wird oft erwartet, dass der Hund sich „einfach daran gewöhnt“. Doch Gewöhnung entsteht nicht durch Aushalten, oder den Hund in die Situation zwingen, sondern durch positive Erfahrungen. Ohne Training und positive Erfahrungen bleibt das Autofahren für viele Hunde eine belastende Situation.