Stumpfes Fell hat fast immer eine Ursache, und in den meisten Fällen liegt sie in der Ernährung. Es gibt aber auch andere Gründe, die du kennen solltest.
Die Ernährung als häufigste Ursache
Der mit Abstand häufigste Grund für stumpfes Fell ist minderwertiges Futter. Billiges Hundefutter enthält oft schlecht verwertbare Zutaten und liefert deinem Hund nicht genug hochwertiges Protein, Fettsäuren und Mineralien, die er für den Aufbau eines weichen Fells braucht. Auch ein zu hoher Zucker- oder Getreideanteil und eine gestörte Darmflora, die die Nährstoffaufnahme behindert, können das Fell matt werden lassen. Die gute Nachricht ist: Genau hier kannst du am meisten bewirken.
Falsche oder zu häufige Pflege
Zu häufiges Baden zerstört die natürliche Schutzschicht der Haut und lässt das Fell stumpf werden. Auch aggressive Shampoos oder das falsche Bürsten für die jeweilige Fellstruktur können schaden. Bade deinen Hund nur, wenn es wirklich nötig ist.
Fellwechsel und Jahreszeit
Während des Fellwechsels im Frühjahr und Herbst sieht das Fell vorübergehend oft weniger gepflegt aus. Das ist normal. Im Winter strapazieren außerdem trockene Heizungsluft und Kälte die Haut zusätzlich.
Stress
Dauerhafter Stress schlägt sich auch im Fell nieder. Ein ausgeglichener Hund mit genug Ruhe und Bewegung hat es leichter, ein gesundes Fell zu halten.
Medizinische Ursachen, bei denen der Tierarzt gefragt ist
Manchmal steckt hinter stumpfem Fell eine Erkrankung. Dazu gehören zum Beispiel eine Schilddrüsenunterfunktion, hormonelle Veränderungen etwa nach einer Kastration, Parasiten wie Milben oder Flöhe, Allergien und Hauterkrankungen oder eine altersbedingte schlechtere Verwertung von Nährstoffen. Ein Anhaltspunkt: Wenn das Fell plötzlich stumpf wird, wenn zusätzlich starker Juckreiz, kahle Stellen oder andere Krankheitszeichen auftreten oder wenn sich trotz guter Ernährung nichts bessert, gehört das abgeklärt. Dann ist der Weg zur Tierärztin der richtige.