Mineralstoffe spielen eine entscheidende Rolle für die Gesundheit von Hunden. Genau wie beim Menschen sind sie für zahlreiche Funktionen im Körper unerlässlich. Trotzdem werden die Mineralstoffe immer noch viel zu selten thematisiert. Deswegen wollen wir es ändern, denn sie können dein Tier so unglaublich gesundheitlich unterstützen, dass es eine Frechheit ist, nicht darüber zu sprechen
Wir erklären dir, wie es um die Bedeutung von Mineralstoffen steht und warum das Thema Mineralstoffmangel heute immer öfter ein Thema in der Gesundheit von Mensch und Tier ist. Außerdem klären wir dich auch darüber auf, was der entscheidende Unterschied zwischen künstlichen und natürlichen Mineralstoffen ist und wie man erkennen kann, welche Art von Mineralstoffen im Hundefutter verwendet wird.
Was machen Mineralstoffe in unseren Körper?
Mineralstoffe sind an vielen lebenswichtigen Prozessen im Körper beteiligt, egal ob Hund, Katze oder Mensch. Sie stärken die Knochen und Zähne, unterstützen das Immunsystem, helfen bei der Blutbildung und regulieren den Flüssigkeitshaushalt. Sie stecken in Haut und Fell und sind ein entscheidender Teil der ganzheitlichen Gesundheit deines Tieres. Kurz gesagt: Es gibt unfassbar viele Stellen im Betrieb des Körpers deines Tieres, wo es ohne Mineralstoffe nicht richtig laufen kann.
Zu den wichtigsten Mineralstoffen gehören Kalzium, Magnesium, Kalium, Eisen und Zink. Diese Mikronährstoffe sorgen dafür, dass der Körper reibungslos funktioniert, und sie sind auch für die Muskel- und Nervenfunktion sowie den Stoffwechsel von entscheidender Bedeutung. Aber das sind bei weitem nicht alle Mineralstoffe, mit denen dein Hund versorgt werden will. Allein 18 Mineralstoffe sind lebensnotwendig für deinen Hund. Dazu kommen noch weitere unterstützende und regulierende Mineralstoffe, die für den optimalen Ablauf im Körper wichtige Unterstützung leisten. Und dazu kommen ja auch noch Vitamine, die für die Gesundheit relevant sind.
Entwicklung der Anteile an Mineralstoffen in unseren Lebensmitteln
In den letzten Jahrzehnten hat sich der Mineralstoffgehalt in Lebensmitteln verändert. Heutzutage benötigen wir immer mehr Lebensmittel. Die Böden werden also jährlich bestellt, feste Produktionsverträge sorgen für eine gleichbleibende Bestellung der Felder mit einem Gemüse bzw. Getreide (Monokultur), und dazu kommen Saatgute und Dünger, die dafür konzipiert wurden, mehr Ertrag zu erzielen.
Das alles sorgt leider dafür, dass unsere Böden heute einen Großteil ihrer enthaltenen Mineralstoffe verloren haben.
Da die Mineralstoffe im Boden fehlen, können sie auch nicht mehr an die Pflanzen selbst weitergegeben werden. Hierzu gibt es auch einige Studien und in der beistehenden Grafik kannst du nachvollziehen, wie die Mineralien in den Gemüsen und Früchten sich über die Zeit erheblich reduziert haben.
Deswegen kommen wir heute um das Thema Mineralstoffergänzung nicht mehr drumherum. Für uns Menschen wie auch für unsere Tiere. Und deshalb findest du auch in der Inhaltsstoffliste deines Hundefutters irgendwo einen Hinweis zu enthaltenden Mineralstoffen.
Was macht Mineralstoffmangel mit unserem Körper?
Anders, als wenn wir zu wenig trinken oder essen, bekommen wir es nicht so schnell mit, wenn wir zu wenige Mineralstoffe zu uns nehmen. Die Veränderungen im Mineralstoffhaushalt zeigen sich oft erst schleichend und unterschwellig, weshalb ein Mineralstoffmangel meist erst bei gezielten Blutuntersuchungen oder gezielter Suche bemerkt wird.
Ein Mineralstoffmangel kann zu einer Vielzahl von Gesundheitsproblemen führen. Von allgemeiner Schwäche und Müdigkeit, über Haut- und Fellprobleme bis hin zu schwerwiegenden Erkrankungen wie Anämie, Knochenschwund und Herzproblemen können hier die Auswirkungen sein. Ein Mangel an Kalzium kann beispielsweise zu Knochenbrüchigkeit führen, während ein Eisenmangel Anämie verursachen kann.
Es ist daher wichtig, dass Hunde eine ausgewogene Ernährung erhalten, die alle notwendigen Mineralstoffe in ausreichender Menge und im korrekten Gleichgewicht enthält, damit der Säure-Base-Haushalt im Körper im Gleichgewicht bleibt.
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Mineralstoffe ergänzen - natürlich und ganzheitlich
Wir tendieren vor allem bei unserer menschlichen Ernährung zu einer Supplementierung einzelner Mineralstoffe oder Vitamine, wie zum Beispiel Magnesium oder Vitamin D. Das wirkt leider aber nicht immer so, wie wir es uns erhoffen.
Grund dafür sind zwei Punkte. Entweder die Herkunft der Nahrungsergänzung oder aber fehlendes Zusammenspiel der Mineralstoffe. Im Nachfolgenden erklären wir, was es mit den beiden Punkten auf sich hat und worauf du bei der Wahl von Mineralstoffergänzungen für dich und dein Tier achten solltest, um dich und dein Tier bestmöglich zu versorgen.
Mineralstoffgleichgewicht als Balance aller Komponenten
Mineralstoffe sind keine Alleinspieler. Tatsächlich sind sie auch nur als Team einsatzfähig. Viele Mineralstoffe haben Gegenspieler und können nur mit diesen zusammen vom Körper aufgenommen und umgesetzt werden. Ein super Beispiel hierfür ist Vitamin D. Ohne Öl und ohne Vitamin K brauchst du auch kein Vitamin D einnehmen, denn ohne die beiden Komponenten kann es über die Nahrung nicht aufgenommen werden. Viele Menschen leiden heute unter Vitamin-D-Mangel, aber oft gar nicht, weil es nicht genug Möglichkeiten zur Aufnahme gibt, sondern weil das Zusammenspiel der Mineralstoffe eben fehlt.
Ein weiterer wichtiger Faktor hierbei ist die Balance unseres gesamten Haushalts, bei dem das Prinzip des Minimums gilt. Das Fass ist hierfür ein tolles Bild. Die einzelnen Bretter stellen je einen Mineralstoff dar und der Wasserpegel im Fass unsere Gesamtbilanz der Mineralstoffe, die im Idealfall natürlich möglichst hoch sein sollte. Wenn nun aber ein spezielles Mineral im Körper fehlt, bringt es uns auch nichts, die anderen Mineralstoffe vermehrt aufzunehmen. Der Mineralstoff mit dem geringsten Stand begrenzt unsere gesamte Bilanz. Deshalb ist eine Aufnahme aller Mineralstoffe gemeinsam sinnvoll, um die Abdeckung unserer Mineralstoffbialnz sicher zustellen.
Unterschied künstliche und natürliche Mineralstoffe
Natürliche Mineralstoffe stammen direkt aus natürlichen Quellen wie Pflanzen, Tieren oder Wasser. Künstliche Mineralstoffe hingegen werden synthetisch hergestellt. Obwohl beide Formen chemisch identisch sein können, haben natürliche Mineralstoffe oft eine bessere Bioverfügbarkeit. Das bedeutet, dass der Körper sie leichter aufnehmen und verwerten kann. Zudem enthalten natürliche Quellen oft zusätzliche Nährstoffe, die die Aufnahme und Wirkung der Mineralstoffe unterstützen.
Da wir ja jetzt wissen, dass unsere Pflanzen heute nicht mehr die Menge an Mineralstoffen enthalten wie früher und wir Unmengen davon essen müssten, um unsere Versorgung sicherzustellen, wird heute oft auf Algen als Mineralstoffbasis gesetzt. Diese sind wahre Mineralstoffsammler und bieten somit eine natürliche Versorgungsmöglichkeit für uns Menschen und unsere Tiere.
Den Unterschied erkennen beim Begriff Mineralstoffe
Die Deklaration auf der Verpackung des Hundefutters gibt Auskunft über die verwendeten Inhaltsstoffe. Wenn spezifische Quellen wie „Fleisch“, „Gemüse“ oder „Algen“ genannt werden, handelt es sich um natürliche Inhaltsstoffe, welche entsprechend auch natürliche Mineralstoffe enthalten. Die Algen sind hierbei der natürliche Versorger für eine Vielzahl an Mineralstoffen.
Wichtig ist dabei zu beachten, dass oft durch schnelle und hochtemperierte Verarbeitung des Futters wichtige Mineralstoffe und Vitamine zerstört werden. Daher ist ein Naturfutter als Futter immer die beste Wahl. Diese Futtersorten werden schonend verarbeitet und müssen somit nicht mit zusätzlichen künstlichen Ergänzungsstoffen arbeiten. Diese erkennst du an der Zusatzstoffliste oder auch an „ernährungsphysiologischen Zusatzstoffen“. Wenn diese Liste gut gefüllt ist, dann ist das ein stichhaltiges Anzeichen dafür, dass das Futter hochverarbeitet ist.
Künstliche Mineralstoffe werden häufig als einzelne chemische Verbindungen wie „Kalziumcarbonat“ oder „Eisen(II)-sulfat“ oder unter dem zusammengefassten Begriff „Mineralstoffe“ aufgeführt. Bei der Futterwahl lohnt es sich also, einen Blick auf die Inhaltsstoffliste zu werfen und zu prüfen, ob künstliche Mineralstoffe oder eben eine natürliche Variante, wie Algen für die Mineralienabstimmung verwendet werden.
Neben Futter und Wasser ein wichtiger Baustein
Mineralstoffe sind für die Gesundheit von Hunden wie auch von uns Menschen unerlässlich. Sie unterstützen viele lebenswichtige Funktionen und tragen zu einem langen und gesunden Leben bei. Während unsere heutigen Lebensmittelproduktionen den Nährstoffstand in Böden und Pflanzen leider nicht fördern, ist es wichtig, auf die Qualität und Herkunft der Mineralstoffe, die wir und unsere Tiere mit dem Futter zu uns nehmen, zu achten. Eine ausgewogene Ernährung, die alle notwendigen Mineralstoffe in natürlicher Form enthält, kann dazu beitragen, Mangelerscheinungen zu vermeiden und das Wohlbefinden Ihres Hundes zu fördern.