Wenn dein Hund sich ständig an den Pfoten leckt, möchtest du natürlich schnell helfen. Wichtig ist jedoch, überlegt vorzugehen: Manchmal steckt nur eine kleine Reizung dahinter, manchmal aber auch eine ernsthafte Ursache wie eine Allergie oder Infektion. Mit den folgenden Tipps kannst du deinem Hund sofort Linderung verschaffen und gleichzeitig wertvolle Hinweise sammeln, falls später eine tierärztliche Untersuchung nötig ist.
Pfoten regelmäßig kontrollieren & reinigen:
Schau deinem Hund regelmäßig „auf die Pfoten“. Besonders nach Spaziergängen über Wiesen, Asphalt oder Streusalz lohnt sich eine kurze Kontrolle.
Achte hierbei auf:
- kleine Risse, Splitter oder Fremdkörper zwischen den Zehen
- Rötungen, Schwellungen oder unangenehmen Geruch
- übermäßige Feuchtigkeit oder Verfärbungen
Nach dem Gassigehen kannst du die Pfoten vorsichtig mit lauwarmem Wasser abspülen und gut abtrocknen. Vermeide dabei Shampoo für Menschen oder Desinfektionssprays, sie können die empfindliche Hautbarriere zusätzlich reizen. Benutze hier lieber ein Shampoo speziell für Hunde.
Sanfte Pflege & natürliche Unterstützung:
Bei trockenen oder rissigen Ballen kann eine natürliche Pfotenpflege helfen. Hochwertige Pflegeprodukte wie Sheabutter, Kokosöl oder Ringelblume beruhigen gereizte Haut und fördern Regeneration. Im Winter schützt ein Pfotenschutzbalsam vor Streusalz, im Sommer vor heißem Asphalt.
Besonders gute Erfahrungen haben wir zum Beispiel mit dem Alpen Balsam von Reico für Pfoten gemacht. Es enthält wertvolle natürliche Inhaltsstoffe wie Propolis, Kräuterextrake und pflanzliche Öle, die die Haut geschmeidig halten, Entzündungen vorbeugen und kleine Risse sanft pflegen. Viele Hundebesitzer berichten, dass die Ballen dadurch widerstandsfähiger werden, ohne die empfindliche Haut zu reizen.
Ernährung & Verhalten beobachten:
Notiere, wann das Pfotenlecken besonders stark auftritt, zum Beispiel nach bestimmten Mahlzeiten, Jahreszeiten oder Aktivitäten. Solche Beobachtungen helfen enorm, um Futterunverträglichkeiten oder Umweltallergien zu erkennen. Auch Veränderungen im Verhalten sind wichtig: Wirkt dein Hund gestresst, unruhig oder gelangweilt? Dann kann das Lecken auch verhaltensbedingt sein. Eine Kombination aus mehr Bewegung, geistiger Beschäftigung und ruhigen Rückzugsorten kann helfen, Stress zu reduzieren.
Wann sollte professionelle Hilfe aufgesucht werden?
Wenn dein Hund sich über mehrere Tage oder Wochen hinweg intensiv an den Pfoten leckt, Rötungen, nässende Stellen oder Geruch auftreten, solltest du unbedingt einen Tierarzt oder Ernährungsberater aufsuchen. Oft zeigt sich, dass eine angepasste Ernährung, die auf individuelle Bedürfnisse und eventuelle Unverträglichkeiten eingeht, der entscheidende Schritt ist, um Juckreiz und Entzündungen nachhaltig zu stoppen.