Schnauzenschmaus

Pfoten lecken - was steckt wirklich dahinter?

Dein geliebter Vierbeiner liegt entspannt im Körbchen und beginnt plötzlich, intensiv an seinen Pfoten zu lecken? Mal hier, mal da, manchmal auch minutenlang. Viele Hundebesitzer halten das für eine harmlose Angewohnheit oder Ausdruck von Langeweile. Doch häufig steckt mehr dahinter.

Pfotenlecken beim Hund kann ein wichtiges Warnsignal sein, etwa für Juckreiz, Hautprobleme oder Futterunverträglichkeiten. Besonders wenn das Lecken unregelmäßig oder sehr intensiv auftritt, lohnt es sich, genauer hinzusehen. Denn die Ursachen reichen von Allergien über Parasiten bis hin zu Stress oder falscher Ernährung.

Wir von Schnauzenschmaus erklären dir in unserem Blog, wie du das Verhalten deines Hundes richtig einordnest, welche häufigen Gründe dahinterstecken und warum gerade die Ernährung eine zentrale Rolle spielt. Unser Ziel ist es, Hundebesitzern zu helfen, Ursachen zu erkennen, statt nur Symptome zu bekämpfen, damit ihr Hund sich rundum wohlfühlt, von der Schnauze bis zur Pfote.

Pfotenlecken

Normales Verhalten oder Warnsignal?

Es ist völlig normal, dass Hunde sich gelegentlich die Pfoten lecken. Nach einem Spaziergang holen sie so Schmutz, Staub und kleine Steinchen aus ihren Pfötchen. Ganz ähnlich wie Katzen ihr Fell pflegen. Gelegentliches Pfotenlecken gehört also zur normalen Körperpflege deines Hundes und ist kein Grund zur Sorge.

Anders sieht es aus, wenn dein Hund häufig oder sehr intensiv an seinen Pfoten leckt. Beobachtest du, dass er sich mehrmals täglich oder sogar ununterbrochen daran beschäftigt, kann das ein Hinweis auf Juckreiz, Schmerzen oder Hautreizungen sein.

Typische Warnsignale sind:

  • Rötungen, Schwellungen oder wundgeleckte Stellen zwischen den Zehen
  • ein unangenehmer Geruch (Hinweis auf Infektion oder Pilz)
  • leises Knabbern oder Nagen an den Pfoten
  • vermehrtes Lecken nach dem Fressen oder bei bestimmten Wetterbedingungen 

In solchen Fällen ist das Pfotenlecken beim Hund kein normales Verhalten mehr, sondern ein Symptom. Wenn du dir unsicher bist, beobachte dein Tier genau: Wann tritt das Lecken auf? Gibt es einen Zusammenhang mit Spaziergängen, Futterzeiten oder Jahreszeiten? Solche Hinweise helfen Tierärzten und Ernährungsberatern, die Ursache gezielt einzugrenzen.

Wir raten Hundebesitzern, Pfotenprobleme immer ernst zu nehmen. Denn was als kleine Reizung beginnt, kann sich schnell zu einer Pfotenentzündung oder chronischem Juckreiz entwickeln und das lässt sich mit der richtigen Ernährung und Pflege vermeiden.

Häufige Ursachen für ständiges Pfotenlecken

Wenn ein Hund sich vermehrt an den Pfoten leckt, ist das meist ein Zeichen, dass etwas nicht stimmt. Die Ursachen können sehr unterschiedlich sein. Von äußeren Reizen bis zu inneren Problemen wie Futterunverträglichkeiten oder Allergien. Im Folgenden findest du die häufigsten Gründe und erfährst, wie du sie erkennst.

Allergien & Futterunverträglichkeiten

Einer der häufigsten Auslöser für ständiges Pfotenlecken beim Hund sind Allergien oder Futterunverträglichkeiten. Dabei reagiert das Immunsystem überempfindlich auf bestimmte Inhaltsstoffe im Futter. Oft auf tierische Eiweiße wie Rind, Huhn oder Milchprodukte, aber auch auf Getreide oder Zusatzstoffe. Die Reaktion zeigt sich häufig an der Haut: Juckreiz, Rötungen oder entzündete Pfoten sind typische Anzeichen. Viele Hunde lecken oder knabbern dann vor allem an den Pfoten, weil dort der Juckreiz besonders spürbar ist.

Ein wichtiger Hinweis: Auch eine gestörte Darmflora kann solche Hautsymptome begünstigen. Ist die Verdauung aus dem Gleichgewicht, reagiert der Körper empfindlicher auf bestimmte Nährstoffe. Eine angepasste, hochwertige Ernährung kann hier langfristig helfen, die Haut zu beruhigen und das Immunsystem zu stabilisieren.

Tipp: Wenn du den Verdacht hast, dass das Futter die Ursache ist, kann eine Futterberatung helfen, die richtige Zusammensetzung zu finden und problematische Inhaltsstoffe zu vermeiden. Du kannst dich hier gerne bei uns für eine kostenlose Futterberatung melden.

Futter und Pfotenlecken

Umweltfaktoren & saisonale Reize


Nicht immer liegt das Problem im Napf.
Manchmal kommen die Reize auch von Außen. Viele Hunde reagieren empfindlich auf Pollen, Hausstaub, Reinigungsmittel oder Streusalz. Besonders im Frühjahr und Herbst, wenn die Pollenbelastung steigt, zeigen empfindliche Tiere verstärkt Juckreiz an Pfoten, Ohren oder Bauch. 

Nach Spaziergängen über Wiesen, Straßen oder Feldwegen bleiben oft Allergene und Schmutzpartikel an den Pfoten haften. Wenn dein Hund diese ableckt, versucht er eigentlich, den Juckreiz zu lindern, verschlimmert die Reizung aber oft noch.

Pflege Tipps: Spüle die Pfote deines Hundes nach jedem Spaziergang mit lauwarmem Wasser ab und trockne sie gut ab. So entfernst du Pollen, Salz oder Chemikalien und beugst Entzündungen vor. Es kann auch hilfreich sein, die Pfötchen mit einem Hundeshampoo auszuwaschen. Auch hier bietet Reico ein eigenes Hundeshampoo an. Für weitere Informationen, kannst du dich gerne bei uns melden.

Parasiten, Pilze & bakterielle Infektionen:

Auch Parasiten oder Keime können dazu führen, dass dein Hund ständig an seinen Pfoten leckt. Besonders Milben, Flöhe oder Pilzinfektionen verursachen starken Juckreiz und Hautreizungen. Wenn sich die Haut zwischen den Zehen rötet, nässt oder unangenehm riecht, steckt häufig eine bakterielle Infektion dahinter, oft als Folge des ständigen Leckens selbst.

Hier ist wichtig: Nicht selbst herumexperimentieren! Viele Hausmittel verschlimmern das Problem. Lass deinen Tierarzt oder eine dermatologische Fachpraxis einen Abstrich oder Hauttest durchführen, um die genaue Ursache festzustellen. Erst danach kann gezielt behandelt werden, oft mit speziellen Salben.

Verhaltensbedingtes Lecken durch Stress, Langeweile oder Unsicherheit

Nicht immer steckt eine körperliche Ursache dahinter. Manche Hunde lecken aus psychischen Gründen an ihren Pfoten, etwa bei Stress, Einsamkeit oder Unterforderung. Das Lecken wirkt dann wie eine Art Selbstberuhigung, ähnlich wie Nägelkauen beim Menschen. Typisch ist, dass das Verhalten besonders dann auftritt, wenn der Hund allein ist, sich langweilt oder in einer unruhigen Umgebung lebt. Auch Veränderungen im Alltag (z.B. Umzug, neues Familienmitglied oder zu wenig Auslastung) können Stress verursachen.

Hilfreich sind hier klare Routinen, ausreichend Bewegung und mentale Beschäftigung. Denkspiele, Nasenarbeit oder Kauartikel können helfen, Stress abzubauen. Wenn das Lecken jedoch zwanghaft wirkt, sollte ein Trainer oder Verhaltensberater hinzugezogen werden.

Französische Bulldogge liegend

Ursachen erkennen statt nur Symptome zu behandeln:


Ob Allergie, Parasiten oder Stress –
ständiges Pfotenlecken beim Hund ist immer ein Zeichen, dass etwas aus dem Gleichgewicht geraten ist. Wichtig ist, die Ursache zu finden, statt nur Symptome zu lindern. Oft zeigt sich: eine angepasste Ernährung, kombiniert mit guter Pflege und einem stressfreien Alltag, kann langfristig für gesunde Pfoten und ein zufriedenes Hundeleben sorgen. 

Erste Hilfe: Was Hundebesitzer tun können

Wenn dein Hund sich ständig an den Pfoten leckt, möchtest du natürlich schnell helfen. Wichtig ist jedoch, überlegt vorzugehen: Manchmal steckt nur eine kleine Reizung dahinter, manchmal aber auch eine ernsthafte Ursache wie eine Allergie oder Infektion. Mit den folgenden Tipps kannst du deinem Hund sofort Linderung verschaffen und gleichzeitig wertvolle Hinweise sammeln, falls später eine tierärztliche Untersuchung nötig ist.

Pfoten regelmäßig kontrollieren & reinigen:

Schau deinem Hund regelmäßig „auf die Pfoten“. Besonders nach Spaziergängen über Wiesen, Asphalt oder Streusalz lohnt sich eine kurze Kontrolle.

Achte hierbei auf:

  • kleine Risse, Splitter oder Fremdkörper zwischen den Zehen
  • Rötungen, Schwellungen oder unangenehmen Geruch
  • übermäßige Feuchtigkeit oder Verfärbungen

Nach dem Gassigehen kannst du die Pfoten vorsichtig mit lauwarmem Wasser abspülen und gut abtrocknen. Vermeide dabei Shampoo für Menschen oder Desinfektionssprays, sie können die empfindliche Hautbarriere zusätzlich reizen. Benutze hier lieber ein Shampoo speziell für Hunde.

Sanfte Pflege & natürliche Unterstützung:

Bei trockenen oder rissigen Ballen kann eine natürliche Pfotenpflege helfen. Hochwertige Pflegeprodukte wie Sheabutter, Kokosöl oder Ringelblume beruhigen gereizte Haut und fördern Regeneration. Im Winter schützt ein Pfotenschutzbalsam vor Streusalz, im Sommer vor heißem Asphalt.

Besonders gute Erfahrungen haben wir zum Beispiel mit dem Alpen Balsam von Reico für Pfoten gemacht. Es enthält wertvolle natürliche Inhaltsstoffe wie Propolis, Kräuterextrake und pflanzliche Öle, die die Haut geschmeidig halten, Entzündungen vorbeugen und kleine Risse sanft pflegen. Viele Hundebesitzer berichten, dass die Ballen dadurch widerstandsfähiger werden, ohne die empfindliche Haut zu reizen.

Ernährung & Verhalten beobachten:

Notiere, wann das Pfotenlecken besonders stark auftritt, zum Beispiel nach bestimmten Mahlzeiten, Jahreszeiten oder Aktivitäten. Solche Beobachtungen helfen enorm, um Futterunverträglichkeiten oder Umweltallergien zu erkennen. Auch Veränderungen im Verhalten sind wichtig: Wirkt dein Hund gestresst, unruhig oder gelangweilt? Dann kann das Lecken auch verhaltensbedingt sein. Eine Kombination aus mehr Bewegung, geistiger Beschäftigung und ruhigen Rückzugsorten kann helfen, Stress zu reduzieren.

Wann sollte professionelle Hilfe aufgesucht werden?

Wenn dein Hund sich über mehrere Tage oder Wochen hinweg intensiv an den Pfoten leckt, Rötungen, nässende Stellen oder Geruch auftreten, solltest du unbedingt einen Tierarzt oder Ernährungsberater aufsuchen. Oft zeigt sich, dass eine angepasste Ernährung, die auf individuelle Bedürfnisse und eventuelle Unverträglichkeiten eingeht, der entscheidende Schritt ist, um Juckreiz und Entzündungen nachhaltig zu stoppen.

Ernährung als Schlüssel zur Haut - & Pfotengesundheit

Die Haut eines Hundes ist ein Spiegel seiner Gesundheit und diese beginnt im Napf. Wenn sich ein Hund ständig an den Pfoten leckt, steckt häufig eine ernährungsbedingte Ursache dahinter. Denn ein unausgewogenes oder ungeeignetes Futter kann auf Dauer das Immunsystem und die Hautbarriere schwächen, was zu Juckreiz, Entzündungen oder Unverträglichkeiten führt. 

Viele herkömmliche Futtersorten enthalten synthetische Zusätze, minderwertige Eiweißquellen oder Getreide, die sensible Hunde nicht gut vertragen. Der Körper reagiert dann mit Abwehrmechanismen, sichtbar an Hautproblemen, Ohrenentzündungen oder eben Pfotenlecken.

Eine gesunde Haut braucht die richtigen Nährstoffe, sowie hochwertige tierische Proteine zur Zellerneuerung, Omega 3 und Omega 6 Fettsäuren zur Entzündungshemmung. Auch Zink, Biotin und Vitamin E sind für eine stabile und elastische Haut wichtig. Fehlt eines davon, reagiert der Organismus empfindlich. Auch ein unausgeglichener Darm kann die Nährstoffaufnahme stören und genau dort beginnt bei vielen Hunden das eigentliche Problem. Eine Darmfehlbesiedelung oder Überreaktion auf bestimmte Futterbestandteile zeigt sich oft als Juckreiz an den Pfoten.

Eine individuelle Ernährung statt Einheitsfutter

Jeder Hund ist anders: Alter, Aktivität, Rasse und eventuelle Vorerkrankungen spielen eine große Rolle. Was für den einen ideal ist, kann beim anderen Unwohlsein auslösen. Deshalb ist eine individuelle Futteranalyse so wichtig, um herauszufinden, was dein Hund wirklich braucht. Bei Schnauzenschmaus legen wir großen Wert darauf, das Tier ganzheitlich zu betrachten. Wir möchten nicht einfach Futter „empfehlen“, sondern verstehen, warum dein Hund sich so verhält und wie Ernährung, Umfeld und Gesundheit zusammenhängen.

Gemeinsam schauen wir uns an:

  • welches Futter du aktuell fütterst,
  • welche Symptome oder Auffälligkeiten es gibt
  • und welche Futterbestandteile potenzielle Auslöser sein könnten

Darauf aufbauend erstellen wir eine individuelle Empfehlung, die auf deinen Hund zugeschnitten ist, mit Fokus auf verträgliche, natürliche und artgerechte Ernährung. Viele Halter berichten, dass sich schon nach wenigen Wochen Juckreiz und Pfotenprobleme deutlich bessern, sobald das Futter angepasst wird.

Reico Futter Sortiment

Auf die Pfoten achten heißt, auf die Gesundheit achten

gepflegte Pfoten

Wenn Hunde sich häufig die Pfoten lecken, steckt meist mehr dahinter als nur eine harmlose Angewohnheit. Es ist ein Zeichen, dass Körper und Wohlbefinden aus dem Gleichgewicht geraten sind. Sei es durch Allergien, Unverträglichkeiten, Umweltreize oder Stress.

Das Wichtigste für dich als Hundebesitzer ist, genau hinzuschauen. Kleine Veränderungen im Verhalten oder an der Haut können wertvolle Hinweise auf die Ursache beheben, oft schon durch eine angepasste Ernährung und bewusste Pflege.

Pfotenlecken ist also kein Problem, das man nicht einfach „wegcremen“ sollte. Es lohnt sich, nach dem Warum zu fragen und dort anzusetzen, wo das Problem entsteht: im Immunsystem, im Darm und in der täglichen Fütterung.

Wenn du das Gefühl hast, dass dein Hund unter Juckreiz, Hautproblemen oder Pfotenlecken leidet, stehen wir dir mit ehrlicher, kostenloser und persönlicher Beratung zur Seite. Denn: Gesunde Pfoten, eine gesunde Haut und ein langes, gesundes Hundeleben, beginnen im Napf und bei einem Menschen, der genau hinsieht!

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