Ein häufiger Grund für Mundgeruch liegt im Mundraum selbst. Plaque und Zahnstein bilden sich durch Ablagerungen an den Zähnen und können zu Zahnfleischentzündungen oder auch Zahnverlust führen. Diese wiederum sorgen dann für einen unangenehmen Gestank aus dem Mund deines Hundes.
Erkennen kannst du Zahnstein und Entzündungen meist sehr schnell durch gelbe oder dunkle Verfärbungen am Zahn und an gereiztem oder geschwollenem Zahnfleisch selbst. Auch ein Fremdkörper im Mundbereich, wie ein Splitter, kann eine Ursache für eine Entzündung sein.
Grund für Ablagerungen und Zahnstein ist oft fehlende Zahnreinigung, was vor allem bei kleinen Hunden, aufgrund des kleineren Gebisses häufiger vertreten ist. Weiterhin kann schlechtes Futter, welches minderwertige Inhaltsstoffe wie Schlachtabfälle, viel Getreide, Zucker und Salze enthalten, Ablagerungen und damit Zahnstein fördern und somit die Problematik noch weiter anheizen.
Hinweis bei Welpen: Welpen wechseln im Alter von 4 bis 7 Monaten ihre Milchzähne. Oft geht diese Zeit mit Schmerzen für den Welpen und vermehrtem Knabbern an vielen Gegenständen einher. Der Fellwechsel ist eine große Veränderung im Mundraum, die ebenfalls kurzzeitig zu Mundgeruch führen kann. Dieser sollte sich aber nach dem Zahnwechsel wieder erledigen.
Eine weitere und ebenso häufige Ursache für Mundgeruch beim Hund ist eine bestehende Problematik im Magen und Darm des Hundes. Probleme, wie eine Übersäuerung im Magen oder Verdauungsprobleme sorgen für Magenschleimhautentzündungen und Sodbrennen, was sich bei Hunden unter anderem durch häufiges Schmatzen und vermehrtes Grasfressen äußern kann. Die Reizungen durch die Probleme im Magen und Darm steigen im Hals des Hundes auf und wir bemerken es dann im unangenehmen Geruch im Maul unseres Hundes.
Reizungen im Magen und Darm können unterschiedliche Gründe haben. Ein kurzfristiger Infekt oder auch eine langfristige Störung im Gleichgewicht von Magen und Darm können Reizungen auslösen, die dann wiederum zum Mundgeruch beim Hund führen. Langfristige Störungen im Magen und Darm gehen sehr häufig mit Problemen im Futter selbst einher, können aber auch durch Immunerkrankungen oder Unverträglichkeiten verursacht sein. Probleme beim Futter können Allergien, minderwertige Inhaltsstoffe, wie Schlachtabfälle und auch fehlende Mineralstoffe bei einer Fütterung von BARF oder beim Selbstkochen sein.