Schnauzenschmaus

Hautprobleme beim Fellwechsel

So erkennst du dass dein Liebling Hilfe braucht

Zweimal im Jahr steht er an und zweimal im Jahr haben so einige Hunde Hautprobleme beim Fellwechsel. Schuppen, trockene Haut oder gar kahle Stellen sind hierbei nicht unnormal. Doch es sollte nicht unnormal sein, denn eine gesunde Haut beim Hund ist entscheidend wichtig für seinen Schutz. Und außerdem sind die Haut und das Fell deines Hundes ein Spiegelbild seiner inneren Gesundheit. Wenn der Fellwechsel also schwerfällt, kann es ein Anzeichen sein, dass dein Hund gesundheitlich nicht auf der Höhe ist.

Wir zeigen dir im heutigen Beitrag, wie du Probleme im Fellwechsel ausmachst. Ebenso zeigen wir dir, wie du die dahinterliegenden Ursachen ergründen und somit im Idealfall auch beheben kannst, damit der Fellwechsel im Frühling und Herbst wieder ein Klacks für deine Fellnase wird. Statt mit Fellbüscheln kämpft ihr dann mit Komplimenten zum strahlenden und weichen Fellkleid deines Hundes.

Inhaltsverzeichnis

Häufige Probleme in der Fellwechselzeit

Im Frühling und Herbst verändert sich das Fell deines Hundes. Es wird zwischen Winter- und Sommerfell gewechselt. Und das nicht nur bei den Hunden mit langem Fell. Auch die Kurzhaarhunde machen eine Veränderung durch, auch wenn sie weniger bemerkt wird. Entsprechend solltest du in der Fellwechselzeit bei deinem Hund, egal ob kurz- oder langhaarig, das Fellkleid und die Haut darunter regelmäßig in Augenschein nehmen.

Häufige Probleme im Fellwechsel sind:

  • Vermehrtes Kratzen bis hin zu roten Stellen oder gar aufkratzen
  • Trockene Haut bis hin zu Hautschuppen
  • Stumpfes, glanzloses Haar
  • Sehr starker Haarausfall bis hin zu kahlen Stellen
  • Müdigkeit und Abgeschlagenheit in der Fellwechselzeit
  • Veränderungen in der Fellstruktur oder -Farbe

Wann du den Tierarzt aufsuchen solltest

Hund Checkup Tierarzt

Auch wenn viele Probleme und Ursachen eher unbedeutend scheinen und wir bei den meisten der Punkt leicht unterstützen können, gibt es trotzdem Fälle, bei denen ein Tierarztbesuch zu empfehlen ist.

Konkret solltest du bei den folgenden Problemen einen Besuch beim Tierarzt machen:

  • Starke Rötungen, Entzündungen oder offene Stellen
  • Langanhaltendes Kratzen trotz Unterstützung
  • Kahle Fellstellen, die nicht nachwachsen
  • Bei Verdacht auf Parasiten, wie Milben

Ursache der Probleme beim Fellwechsel

Der Fellwechsel ist Hochleistungsarbeit für deinen Hund. Das neue Fell muss produziert werden und gleichzeitig muss das alte Fell abgestoßen und losgeworden werden. Das bedeutet auch viel Belastung für die Haut. Das Fell deines Hundes besteht auch wie unser Haar aus Proteinen (Keratin) und diese müssen erst mal genügend vorhanden sein. Und nicht nur genügend, sondern auch in einer ausreichenden Qualität. Denn gutes Fell ist wie ein guter Wintermantel für uns. Er schützt vor Wind, Wasser und Kälte. Ein Mantel aus billigem Material wird dir mehr Ärger machen, als dass er hilft. So geht es auch unseren Tieren.

Neben wertvollen Proteinen für das Fell selbst und auch der Energie zum Vorantreiben des Fellwechselns spielen Mineralstoffe eine entscheidende Rolle, wenn es um die Fell- und Hautgesundheit geht Mineralstoffe sind entscheidende Bausteine für unsere Zellen.Wenn also nicht genug Proteine fürs neues Fell da sind und/oder Mineralstoffe fehlen, hat dein Hund zu kämpfen seine Jacke für den äußeren Schutz richtig aufzubauen. Wenn das alte Fell nicht richtig herauskommt, wird die Haut gewaltig in Mitleidenschaft gezogen, was Hautprobleme wie Juckreiz, trockene Haut und Schuppen gewaltig fördert.

Das Gute ist, dass bei beiden Punkten gut nachgeholfen werden kann, damit dein Hund es leichter hat, den Fellwechsel zu meistern und gleichzeitig auch ein besseres Fell als vorher aufzubauen, welches nicht nur schicker aussieht, sondern ihn auch besser vor äußeren Einflüssen schützt.

So kannst du bei Hautproblemen beim Fellwechsel helfen

Du kannst deine Fellnase bei ihren Hauptproblemen im Fellwechsel ganz einfach unterstützen und das gleich in zweifacher Hinsicht. Äußerlich wie auch innerlich. 

Am besten ist es natürlich immer, die Ursache zu beheben, also die Produktion von Fell und Haut von innen heraus zu unterstützen, und das geht super einfach mit einigen kleinen Ergänzungen im Futter. Hierbei sollte dir aber klar sein, dass die Produktion von Fell und Haut keine Tagesaufgabe ist. Heißt also, dass Veränderungen im Futter oder Ergänzungen sich oft erst in 2-6 Wochen im Fell zeigen.

Wenn du also akute Hauptprobleme, wie Juckreiz oder Schuppen hast, bringt eine äußere Unterstützung kurzfristig den besten Nutzen. Um die Probleme aber langfristig in den Griff zu bekommen und vor allem deinem Hund den Fellwechsel in Zukunft zu erleichtern, solltest du über eine innere Unterstützung langfristig trotzdem nachdenken.

Äußere Unterstützung bei Haut und Fellproblemen

Hund Bürsten

Die einfachste und oft effektivste Unterstützung beim Fellwechsel ist das Bürsten. Es hilft nicht nur, dass altes Fell sich löst und herauskommt, sondern regt gleichzeitig auch die Durchblutung der Haut und die Produktion von Talg an. Wenn die Talgproduktion angeregt wird, wird die Haut besser mit Fett versorgt, was trockene Haut und damit auch Juckreiz lindern kann. Achte bei der Wahl der Fellbürste auf die Bedürfnisse deines Hundes.  Je nach Fellart kann eine andere Bürste besser sein, oder eine falsche Bürste kann deinem Hund auch Schmerzen bereiten.

Unser Tipp: Viele Hundefriseure bieten mittlerweile Beratungsgespräche an. Hier prüfen sie das Fell deines Tieres und können dir aufgrund dessen die passende Behandlung und Bürste für das Fell deines Hundes empfehlen.

Wenn die Haut bereits durch den Fellwechsel und auch die Heizungsluft trocken und gereizt ist, achte darauf, dass das Halsband und Geschirr deines Hundes nicht zu sehr scheuert. Verzichte in der Wohnung auf ein dauerndes Tragen von einem Halsband oder anderen Accessoires, die scheuern könnten.

Bei trockener Wohnungsluft kannst du mit einer kleinen Wasserschale auf der Heizung für eine Anfeuchtung der Luft sorgen. Das ist eine Wohltat für die Haut deines Hundes, aber auch für deine eigene.

Innere Unterstützung mit kleinen Ergänzungen

Mit dem richtigen Treibstoff ist die Leistung gleich viel besser. Vor allem in der Fellproduktion. Hier gibt es drei Komponenten, die die Fell und Hauptproduktion deines Hundes ordentlich verbessern können.

Wertvolle Proteinen

Proteine sind nicht gleich Proteine. Und nur weil ein Futter mit hohen Proteinen bewirbt wird, heißt es nicht, dass es gut für dein Tier ist. Wie du gelernt hast, bestehen Fell, aber auch Hufe, Krallen – an sich JEDE Zelle eines Tieres aus Proteinen. Heißt also: Wenn in der Inhaltsliste deines Futters „TierPROTEIN“ steht, ist nicht unbedingt wertvolles Protein aus Muskelfleisch gemeint. Proteine in Fell, Hufen, Krallen sind abgestorbene Zellen. Was soll dein Hund hier noch herausholen?
Mit wertvollen Proteinen auf Muskelfleisch und wertvollen Innereien kann dein Hund die Produktion von Fell und Haupt wieder richtig vorantreiben und du wirst nach einigen Wochen bereits einen ersten Wandel im Fell erleben.

Omega 3

Omega-3-Fettsäuren sind ein wahrer Gesundheitsbooster für die Haupt- und Fellgesundheit. Wichtig ist es hierbei, auf das passende Verhältnis von Omega-3 zu Omega-6-Fettsäuren zu achten. Für Hunde ist hier am besten Lachsöl, oder alternativ Leinöl geeignet.
Achte beim Kauf von Lachsöl auf Kaltpressung und dunkle Glas- oder Aluflaschen, damit die lichtempfindlichen Fettsäuren nicht geschädigt werden.
Mengenempfehlung: 1 Teelöffel (etwa 5ml ) für einen Hund bis 10kg; Bei einem Hund von 20kg 1 Esslöffel

Mineralstoffe

Mineralien sind entscheidende Baustoffe für Zellen. Wenn diese also nicht genügend vorhanden sind, muss der Körper Flickwerk leisten. Natürlich werden in den meisten Hundefuttern Mineralstoffe ergänzt, aber hier gilt Ähnliches wie bei den Proteinen. Künstlich ergänzte Mineralien sind eben nicht natürliche Mineralstoffe. Und nicht alle Futter enthalten wirklich alle Mineralstoffe, die ein Hund braucht.

Reico setzte auch die Gesamtheit von Futter und Mineralien

Reico hat sich mit dem mineralischen Gleichgewicht die Aufgabe gemacht, ein Gleichgewicht in die notwendigen Mineralstoffe für unsere Tiere zu bringen – und das auf einer natürlichen Ebene. Hier sind also nicht nur die „nach Gesetz“ verpflichtenden Mineralien drin, sondern wirklich alle Mineralstoffe,  die dein Hund braucht, und das im richtigen Gleichgewicht.

Und das kann einen gewaltigen Unterschied machen. Viele Hunde beginnen nach dem Futterwechsel zum Futter mit mineralischem Gleichgewicht und wertvollen Proteinen ihren Fellwechsel einmal gezielt anzuschieben. Denn wenn eine bessere Fellschicht möglich ist, warum dann nicht auch nutzen? Wenn dein Hund das hat, was ein gutes Fell braucht, wird er das auch nutzen und ein besseres Fell aufbauen, welches nicht nur seidiger und weicher ist, sondern auch besser vor Umwelteinflüssen schützen kann.

Du möchtest mehr zum Thema mineralisches Gleichgewicht erfahren und wünschst dir, dass wir dich und deinen Hund individuell nach seinen Bedürfnissen beraten? Dann buche dir deine individuelle Futterberatung bei uns. Und wir schauen, wie wir deine Fellnase ideal unterstützen, damit der nächste Fellwechsel ein Klacks für deinen Liebling wird und Hautprobleme beim Fellwechsel der Vergangenheit angehören.

Futterberatung mit Bruno

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