Der erste Schritt führt bei hartnäckigem Kotfressen zum Tierarzt. Am besten sammelst du über drei Tage eine Kotprobe und bringst sie mit – so lassen sich Mängel, Parasiten oder Verdauungsprobleme als Ursache abklären, bevor du am Verhalten arbeitest. Denn wenn ein körperliches Problem dahintersteckt, hilft das beste Training wenig.
Ist gesundheitlich alles in Ordnung, geht es an den Alltag. Ein sicheres „Aus“ oder „Pfui“ ist Gold wert, damit dein Hund den Fund im Zweifel liegen lässt. An Stellen, wo du weißt, dass gerne mal etwas liegt, nimmst du ihn besser an die Leine und behältst ihn im Blick. Ein Maulkorb kann für eine Übergangszeit sinnvoll sein – nicht als Strafe, sondern damit du entspannt spazieren gehen kannst, während ihr am Verhalten arbeitet. Und im eigenen Garten gilt das Einfachste von allem: Häufchen sofort wegmachen, dann gibt es gar nicht erst die Gelegenheit.
Wichtig ist die innere Haltung dabei. Je weniger Drama, desto besser. Wenn dein Hund merkt, dass er mit dem Kot deine volle Aufmerksamkeit bekommt, wird das Verhalten eher stärker. Ruhig ablenken und ihn loben, wenn er von selbst weitergeht – das bringt dich langfristig weiter als jedes laute Wort.