Schnauzenschmaus

Schlaf beim Hund

Wie viel? Und warum Schlaf beim Hund so wichtig ist

Schlaf beim Hund ist ein großes Thema, welches oft unterschätzt wird. Du kennst sicherlich den Satz „Ich bin hundemüde“. Die Redensart kommt nicht von ungefähr, denn der Hund hat ein ausgeprägtes Schlafbedürfnis.

Doch wie viele Ruhestunden am Tag benötigt ein Hund wirklich?
Träumen Hunde genauso wie wir Menschen?
Und wie sieht ein optimaler Schlafplatz aus?
Wie macht sich Schlafmangel bei Hunden bemerkbar?
Ist das Schlafverhalten eines Menschen mit dem eines Hundes vergleichbar?

Hunde haben im Vergleich zu Menschen ein deutlich höheres Schlafbedürfnis. Aber bei beiden sind sowohl Leicht- als auch Tiefschlafphasen vorhanden.
Ein erwachsener Mensch benötigt in etwa acht Stunden Schlaf am Tag, ein Hund hingegen 15 – 20 Stunden. Dabei müssen wir aber zwischen echtem Schlaf beim Hund und Dösen unterscheiden. Nur 6–8 Stunden sind davon Tiefschlaf.

Inhaltsverzeichnis

Wie viel Schlaf braucht ein Hund? – Schlaf beim Hund im Überblick

Welpe schläft
  • erwachsene Hunde benötigen ca. 12 – 14 Stunden Schlaf pro Tag
  • Welpen / Junghunde: bis zu 18 – 20 Stunden täglich, denn Schlaf ist wichtig für Wachstum
    und die Entwicklung
  • bei Senioren Hunden ist es vergleichbar mit Welpen, sie benötigen viel Schlaf
  • sehr aktive Hunde (z.B. Arbeitshunde) benötigen eventuell mehr Ruhephasen zur Erholung

Wie sieht der Schlaf beim Hund aus? – Schlafphasen & Träume

Hunde haben einen polyphasischen Schlafzyklus, das heißt, sie schlafen mehrmals am Tag in kürzeren Phasen. Ein einzelner Schlafzyklus dauert ca. 45 Minuten. Innerhalb dieses Zyklus gibt es eine leichte Schlafphase und eine REM – Phase (Traumschlaf). Denn auch Hunde haben wie wir Menschen eine Traumphase. Die ist meistens sehr leicht zu erkennen an zuckenden Pfoten, Augenlidbewegungen, leichtem Winseln, Bellen oder sogar Knurren.

Bestimmt hat jeder von uns schon mal seinen Hund beim Schlafen und Träumen beobachtet und seien wir mal ehrlich, selbst das Schnarchen stört uns nur beim eigenen Partner.

Gerade für Welpen ist dies besonders wichtig, denn sie erleben die Welt noch intensiver als ein erwachsener Hund. In der Welpenzeit wächst jeder Teil des Körpers sehr schnell, von den Muskeln bis zum zentralen Nervensystem. Der Welpe braucht also den Schlaf beim Hund nicht nur, um die vielen Eindrücke zu verarbeiten, sondern auch um den Energievorrat aufzustocken, den er zum Wachsen benötigt

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Was braucht dein Hund für erholsamen Schlaf?

Damit der Hund auch wirklich zur Ruhe kommt, sollte man den ein oder anderen Punkt berücksichtigen, um den perfekten Platz für das Hundebett zu finden.

Natürlich ist es wichtig, dass nicht ständig Trubel herrscht und jeder an dem Hund vorbeiläuft. Der Liegeplatz sollte sich eher in einer ruhigen Ecke im Raum befinden. Befindet sich das Hundebett im Flur oder an immer offen stehenden Türen, kann der Hund nicht zur Ruhe kommen, denn er hat dann das Gefühl seine Menschen bewachen zu müssen.

Außerdem sorgt ein bequemes Hundebett zusätzlich für Erholung und auch feste Ruhe- und Schlafzeiten können dem Vierbeiner helfen.
Zum Beispiel kann man mit etwas Training dem Hund beibringen, dass nach einer Gassirunde Ruhe angesagt ist und der Hund es sich automatisch in seinem Bettchen bequem macht.

Regelmäßigkeit und ein fester Rückzugsort fördern den gesunden Schlaf beim Hund.

Was die Schlafpositionen deines Hundes verraten können

Zusammengerollt wie ein Ball, ausgestreckt oder auf dem Bauch. Hunde schlafen oft in merkwürdigen Positionen, die mit der Raumtemperatur, mit seiner Aktivität, seiner Gefühlslage oder auch seiner Beziehung zu dir zusammenhängen kann.

Der Seitenschläfer
Wenn dein Hund mit ausgestreckten Beinen auf der Seite schläft, befindet er sich wahrscheinlich in einem tiefen Schlaf. Dann solltest du ihn in Ruhe lassen, damit er sich auf jeden Fall erholen kann. Die Seitenschläfer-Position zeigt, dass dein Hund sich in deiner Umgebung wohlfühlt und dir vertraut.

Die Löwenpose
ein Löwe ruht meistens mit dem Kopf auf den Vorderpfoten, tut das dein Hund ebenfalls, nimmt er sich nur etwas Zeit zum Dösen. Dabei kann er auch die Augen schließen und Schnarchen, ist aber stets bereit, aktiv zu werden.

Der Donut
Oft entscheiden sich Hunde für diese Position um ihre Körperwärme zu halten, zum Beispiel an kalten Wintertagen. Alle Gliedmaßen sind eng an den Körper gepresst, der sich ringförmig zusammenrollt, die Nase liegt auf oder unter den Hinterbeinen und der Schwanz wird um den Körper gelegt.
Diese Schlafposition ist aber auch ein Überbleibsel des Bedürfnisses der wilden Vorfahren der Hunde, sich jederzeit vor Raubtieren oder anderen Angreifern zu schützen. Sie halten ihre Organe und leicht verletzlichen Seiten (den Bauch) bedeckt. Die Donut-Schlafposition vermittelt aber auch uns Menschen ein Gefühl von Sicherheit und Wohlbefinden.

Rücken an Rücken
Ein Zeichen von vertrauensvollem Verhalten und Nähe dir oder einem anderen Hund in der Familie gegenüber. Das Rücken-an-Rücken-Schlafen kann an das Rudelverhalten der Vorfahren erinnern, als die ganze Familie zusammen in Höhlen geschlafen hat.

Bauch nach Oben
Wer kennt sie nicht? Die Fotos in den Sozialen Medien, wo die Hunde mit dem Bauch nach oben schlafen, alle vier Pfoten angewinkelt breit liegen und der Kopf eingeknickt ist. Wenn du davon noch kein Foto hast, dann mache ab JETZT von dieser Position IMMER ein Foto, denn DAS ist der absolute Vertrauensbeweis von deinem Hund. Denn auch hier liegt der Bauch logischerweise wieder frei und damit auch die im Inneren verborgenen lebenswichtigen Organe. In freier Wildbahn wäre er so absolut angreifbar und nicht sicher.
Diese Position zeigt, dass dein Hund absolut entspannt ist – ein sicheres Zeichen für tiefen Schlaf beim Hund.

Was passiert, wenn Schlaf beim Hund zu kurz kommt?

Nierenerkrankung Hund - Schlaf beim Hund

Anfangs wird dein Hund, wenn er zu wenig Schlaf bekommt lediglich einen überdrehten Eindruck machen und schwer von sich aus zur Ruhe kommen.
Daraufhin beginnen dann die Konzentration sowie seine motorischen Fähigkeiten zu leiden.

Bekommt der Hund dann weiterhin zu wenig Schlaf, wird er zunehmend nervöser und reizbar und wird daraufhin meist aggressiv. Schließlich steigt seine Anfälligkeit für Krankheiten und das Immunsystem wird geschwächt.

Fazit zum Schlafverhalten von Hunden

Hunde schlafen deutlich mehr als Menschen – Schlaf beim Hund ist für sie essenziell, um körperlich und geistig gesund zu bleiben. Ihr Schlaf ist in verschiedene Phasen über den Tag verteilt unterbrochen, und umfasst sowohl leichte als auch tiefere Traumphasen. Faktoren wie Alter, Rasse, Aktivität und Umgebung beeinflussen das Schlafverhalten stark.

Ein ausgeruhter Hund ist ausgeglichen, gesünder und verhaltensstabiler. Deshalb ist es wichtig, ihm genügend ungestörte Ruhe zu ermöglichen, einen sicheren Rückzugsort zu bieten und seinen Tagesrhythmus zu respektieren. Schlaf beim Hund ist also kein Luxus, sondern ein echtes Grundbedürfnis.

Kurz gesagt: Schlaf ist kein Luxus für Hunde – sondern ein Grundbedürfnis. Wer seinem Hund Ruhe gönnt, sorgt aktiv für sein Wohlbefinden.

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