Der Plan lautete: Feste Futterzeiten, keine 2. Chancen, keine Beachtung beim Thema Futter und keine Snacks oder Alternativen.
„Und wenn sie nicht frisst?“, war natürlich die erste Frage, und die Antwort von mir war ebenso klar: „Wenn sie nach 20 Minuten nichts fressen mag, nimmst du das Futter weg. Biete es ihr nicht noch einmal an. Versuch, sie nicht an den Napf zu locken oder ihr was anderes anzubieten.“
Ihren Liebling hungern zu lassen, bedrückte Ute sofort, und ich konnte das sehr gut nachvollziehen, sie aber ebenso beruhigen. Ein Hund verhungert nicht vor einem vollen Napf. Für einen Hund als starkes Gewohnheitstier sind ständige Veränderungen und andere Futteroptionen oft der Auslöser für Futterprobleme, die wir als Besitzer unwissentlich auslösen, indem wir unseren Lieblingen Abwechslung bieten wollen und das Thema Fressen zu sehr in den Fokus stellen.
Zu unserem ersten Termin habe ich für Maggy auch ein Futter mitgenommen, was wir ihr vor Ort anboten, auch wenn ich zu 100 % sicher war, dass sie es in diesem Moment nicht fressen würde. Das Heimatglück Geflügel mit Kartoffel verschmähte sie natürlich, doch ich erklärte Ute und ihrer Familie auch, dass es völlig verständlich ist, da sie das Futter nicht kannte und gleich 4 Personen sie dabei beobachteten, ob sie es vielleicht fressen wollte. Druck ist bei Futter oft ein großes Problem.
Als ich Maggy und ihre Familie an diesem Tag verabschiedete, hatten wir einen festen Plan. Es war ganz klar, dass es Ute am schwersten fallen würde, dabei zu bleiben, doch ihre Familie war entschlossen, an einem Strang zu ziehen, und ich versprach ihr, dass wir das Problem so in den Griff bekommen und wir Maggy langfristig helfen würden.