Auch wenn das Klingeltraining bereits gut funktioniert, ist Halloween noch einmal eine besondere Situation. Mehrere Kinder klingeln kurz hintereinander, tragen ungewohnte Kostüme und bewegen sich vielleicht laut und aufgeregt vor der Haustür. Deshalb sollte neben dem Training auch das richtige Management eine wichtige Rolle spielen: Bereite deinen Hund am besten schon vor Beginn des Abends auf die Situation vor.
Ein ausgiebiger Spaziergang kann dabei helfen, Energie abzubauen. Anschließend sollte dein Hund ausreichend Zeit zum Ruhen bekommen. Wenn du weißt, dass dein Hund schnell aufgeregt wird, ist es sinnvoll, ihn nicht erst kurz vor dem ersten Klingeln mit zusätzlichen Reizen zu konfrontieren.
Schaffe außerdem einen ruhigen Rückzugsort, an dem dein Hund ungestört sein kann. Das kann beispielsweise sein Ruheplatz oder ein anderes Zimmer sein, in dem er sich wohlfühlt. Dein Hund sollte jederzeit die Möglichkeit haben, sich von alleine zurückzuziehen oder von dir einen Ruheplatz zugewiesen zu bekommen.
Wenn du erwartest, dass an diesem Abend besonders häufig geklingelt wird, kannst du die Klingel auch komplett ausschalten. Ein kleiner Hinweis an der Tür wie „Bitte nicht klingeln“ kann zusätzlich helfen. Soll dein Hund bei der Begrüßung dabei sein (hier bitte auf die Körpersprache des Hundes achten), achte darauf, dass die Haustür und dein Hund gut unter Kontrolle sind.
Gerade wenn ständig neue Menschen kommen und gehen, besteht die Gefahr, dass ein Hund durch die offene Tür läuft oder sich erschrickt und davonläuft. Eine Sicherung durch Leine oder ein gut gesicherter Raum kann hier sinnvoll sein.
Auch Halloween-Kostüme können für Hunde ein ungewohnter Anblick sein. Masken, große Hüte, Umhänge oder stark veränderte Körperformen können einen Menschen plötzlich ganz anders aussehen lassen. Wenn dein Hund bei solchen Verkleidungen unsicher reagiert, sollte er nicht dazu gezwungen werden, die verkleideten Personen zu begrüßen: Abstand und Rückzug sind völlig in Ordnung.